AHLHORN - Die Graf-von-Zeppelin-Schule und die Johanniter schieben das Projekt gemeinsam an. Die Ausbildung in Theorie und Praxis ist sehr intensiv.
Von Klaus Derke
AHLHORN - „Das ist eine ganz wichtige Sache, um Schüler im Sozialverhalten zu stärken“, freute sich gestern Lehrerin Ilse Macke, dass es gelungen ist, an der Ahlhorner Graf-von-Zeppelin-Schule in Zusammenarbeit mit den Johannitern erstmals einen Schulsanitätsdienst zu etablieren. Das Interesse der Jungen und Mädchen war groß. 28 Siebt- bis Neuntklässler büffeln derzeit jeden Mittwoch in der siebten und achten Stunde Erste Hilfe in Theorie und Praxis. „Ganz freiwillig“, wie Martin Gobert, Ausbildungsleiter bei den Johannitern, berichtet. Seit Beginn des neuen Schuljahres machen sich die angehenden Schulsanitäter intensiv mit der Ersten Hilfe vertraut. „Besonders die praktischen Übungen machen großen Spaß“, berichten Annika Stumpe (13) und Natali Tornow (12), nachdem sie gerade demonstriert haben, wie der erste „Check“ eines Bewusstlosen zu erfolgen hat.Was die Schülerinnen und Schüler lernen, geht weit über den Stoff eines normalen Erste-Hilfe-Lehrgangs hinaus. „Das ist schon richtig professionell“, so Martin Gobert, der die Ausbildung zusammen mit seinen Kollegen Dominik und Mandy Wefeler betreut. Die jungen Sanitäter werden später auch umzugehen wissen mit Hilfsmitteln wie Beatmungsbeutel und Taschenmaske. „Als Endziel ist sogar die Anschaffung eines Defibrillators für die Schule geplant“, verrät Gobert.
Im Juni sollen die Schulsanitäter ihre Zertifikat in der Tasche haben. Dann werden Dienstpläne aufgestellt für Dreier-Teams, die sich tage- bzw. wochenweise abwechseln. Alarmiert werden sollen sie über die Lautsprecher-Anlage der Schule. Die entsprechende Ausrüstung wird gestellt. Ein Sanitätsraum soll gemeinsam eingerichtet werden. Hier kommt dem Projekt die 3000-Euro-Spende der Exxon-Mobil zu Gute.
Während die frisch ausgebildeten Schulsanitäter ihren Dienst aufnehmen, machen sich die Johanniter ab dem neuen Schuljahr gleich wieder an die Ausbildung des Nachwuchses. Das soll laut Gobert ein fortlaufender Ausbildungsprozess unter Betreuung der Johanniter sein, wobei die Neuen auch von den „alten Hasen“ lernen können.
Eine besondere Möglichkeit des Sozialen Lernens
