AHLHORN - Rein formell würde der Antrag auf Einrichtung der Oberstufe an den Schülerzahlen scheitern. Aber es gibt gute Argumente für die Ausnahme von der Regel.
Von Klaus derke
AHLHORN - Großenkneten gehört auch in den kommenden Jahren noch zu den Gemeinden mit Zuwanderungsgewinnen. Deshalb sollte auch diese demografische Entwicklung berücksichtigt werden bei der Entscheidung für eine Oberstufe am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn, meint Schulleiter Wolfgang Reich-Kornett. Er geht davon aus, dass vor allen Dingen junge Familien mit Kindern zuziehen werden. Auch die Nachnutzung des Fliegerhorstes werde neue Arbeitsplätze und damit weitere Zuzügler bringen.Man sollte also beim Blick auf die Entwicklung der Schülerzahlen nicht nur die aktuellen Geburtenzahlen zu Grunde legen, erklärte der Schulleiter bei einem Gespräch mit FDP-Politikern (die NWZ berichtete).
Die Schülerzahlen sind aus Sicht der Landesschulbehörde das Problem bei der Genehmigung der Oberstufe. Diese sofort dreizügig zu beginnen, scheint allerdings fast unmöglich. Es müsste doch auch eine Möglichkeit geben, mit dem 11. Schuljahr zweizügig zu starten und die Oberstufe nach und nach aufzubauen, meinte FDP-Kreisvorsitzende Monika Grashorn. Beispiele dafür, dass neu eingerichtete Gymnasien vierzügig in der Sekundarstufe I und zweizügig in der Oberstufe gestartet sind, gibt es aus anderen Orten, so Elternratsvorsitzender Behr.
Wie die NWZ berichtete, könnte das Ahlhorner Gymnasium auch für Schüler aus Wardenburg und Hatten geöffnet werden, um das Graf-Anton-Günther-Gymnasium in Oldenburg zu entlasten. Auch das ist ein Argument, das beim geplanten Gespräch mit dem Kultusministerium auf Vermittlung des FDP-Landtagsabgeordneten Hans-Werner Schwarz zur Sprache kommen muss. Dieses Gespräch in Hannover wäre laut Elternvertreter Behr „ein großer Schritt nach vorn“.
Eigentlich sind sich vor Ort alle einig, dass eine Oberstufe kommen soll, wie Erster Gemeinderat Klaus Bigalke erklärte. Rein formell allerdings werde der Antrag, wenn er denn jetzt so auf den Weg gebracht werde, an den Schülerzahlen scheitern.
Eine positive Entscheidung sei seiner Ansicht nach nur auf politischem Wege möglich, betonte Schulamtsleiter Bigalke gestern noch einmal im Gespräch mit der NWZ .
Elternrat ruft zur Teilnahme an Ausschusssitzung auf
