AHLHORN - Dach- und Betonsanierung stehen an, Fenster müssen erneuert werden. Der Landkreis fordert Brandschutzmaßnahmen.
Von Klaus Derke
AHLHORN - „Ein gewaltiger Brocken kommt auf uns zu. Letzten Endes werden wir wohl mehr als 2,1 Millionen Euro investieren müssen“, betonte Bürgermeister Volker Bernasko im Infrastrukturausschuss. Thema war der enorme Sanierungsstau an der Grundschule in Ahlhorn. „Es ist kein Zustand, der noch lange bleiben kann“, erklärte Architekt Michael Pohl. Er hatte zunächst vor Ort und während der Ausschusssitzung auch noch mit zahlreichen Detailaufnahmen aufgezeigt, wie marode einige Teile der Bausubstanz im Laufe der Jahre geworden sind. „Das ist schon beängstigend“, bemerkte dazu CDU-Ratsherr Kurt Martens.Der Verblender, der seinerzeit beim Schulbau verwendet wurde, wirkt wie ein Schwamm. Die Fassaden sind durchfeuchtet. Die Flachdächer sind undicht. Wasser dringt ein und sorgt für Schäden auch im Innern der Gebäude und der Verbindungsgänge. Das Betonskelett der Schulgebäude, ein tragendes Element, weist Abplatzungen, durchgängige Risse und Rost an mittlerweile frei liegenden Eisenteilen auf. Fenster, zum Teil noch mit Einfachverglasung, zerbröseln, wie auch die Glasbausteine und Betonteile der Schulturnhalle. Die Gebäude verlieren zu viel Energie.
Hinzu kommen immer wieder vom Landkreis angemahnte Brandschutzmaßnahmen. Die Eingangstür muss mit einem bislang nicht vorhandenen Brandmelder gekoppelt werden, ist eine Mindestforderung. Einige besonders markierte Fenster als Fluchtwege reichen nicht mehr aus. Am Hauptgebäude muss deshalb eine zusätzliche Fluchttreppe gebaut werden. Das Treppenhaus muss dem Brandschutz entsprechende Türen in den jeweiligen Etagen erhalten. Ein Nottreppenhaus aus den Kellerräumen ist zu bauen. Der Notausgang aus dem Schwimmbad, bislang durch zwei enge Umkleidekabinen, entspricht ebenfalls nicht den Vorschriften.
Es gibt viel zu tun. Das komme ja schon fast einem Neubau gleich, meinte Jürgen Hellbusch, Vorsitzender des Infrastrukturausschusses. Doch der Neubau, so Architekt Pohl, käme noch viel teurer zu stehen.
Baumaßnahmen sollen unverzüglich ausgeschrieben werden
