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Integration Alle sind mit Begeisterung dabei


Hatten gemeinsam viel Spaß beim ersten Fahrradkursus für Migrantinnen: einige der Teilnehmerinnen 
Klaus Derke

Hatten gemeinsam viel Spaß beim ersten Fahrradkursus für Migrantinnen: einige der Teilnehmerinnen

Klaus Derke

AHLHORN - „Das ist Integration. So soll es sein“, freut sich Karin Pieper, Bereichsleiterin der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB), über den erfolgreichen Abschluss eines ersten Fahrradkurses für Migrantinnen in Ahlhorn. „Man kommt hierher und schaut in strahlende Gesichter“, ist Karin Pieper begeistert von der tollen Atmosphäre, die beim Kursus für Anfänger herrscht.

18 Frauen, meist kurdischer Abstammung, kamen an vier Nachmittagen zum Dorfplatz an der Katharinenstraße, um unter Anleitung das Fahrradfahren zu üben. In ihrer Heimat hatten sie es zum Teil gar nicht gelernt. Andere konnten es schon ein bisschen, wie Karin Pieper berichtet.

Der Kursus, finanziert von der Gemeinde Großenkneten im Zuge des aktuellen Integrationsprojektes, gab den Anfängerinnen die Möglichkeit, sowohl in der Theorie Grundlagen des Fahrradfahrens, als auch das Fahren selber zu erlernen. Ein wichtiger Beitrag zu mehr Mobilität und Selbstständigkeit. Auch das Verhalten im Verkehr wurde trainiert. „Wir haben Fahrräder und große Roller vom Landkreis Oldenburg ausgeliehen“, so Karin Pieper. Die Verkehrswacht stellte das Material. Verkehrswacht-Vorsitzender Peter Wildbredt und Karin Pieper betreuten gemeinsam mit den Gästeführerinnen des Verkehrsvereins Großenkneten, Christa Thöle, Edda Brand, Lenchen Schmitt, Sylvia Varnhorn, Renate Schulz und Helga Turkowski, den Kursus. Die Gästeführerinnen einzubinden, sei eine gute Idee, so Peter Wildbredt.

„Das macht großen Spaß. Die Teilnehmerinnen sind mit einer solchen Freude und Begeisterung dabei“, betont die Sprecherin der Gästeführerinnen, Christa Thöle. „Auch die Verständigung klappt richtig gut und ist im Verlauf des Kurses immer besser geworden“, sagt sie. Die Teilnehmerinnen, die oft nur geringe Sprachkenntnisse haben, sind gezwungen, Deutsch zu sprechen. Ein Dolmetscher ist nicht dabei. Das ist so gewollt.

Ganz nebenbei werden neue Kontakte geknüpft. Die Gästeführerinnen haben auch schon Integrationsspaziergänge für die neuen Mitbürgerinnen organisiert. Im Herbst wollen sie mit den Frauen eine Fahrradtour unternehmen. Auch um gebrauchte Räder für die Frauen will man sich bemühen.

Verabredet wurde, einmal gemeinsam an einem Kochkursus der Ländlichen Erwachsenenbildung teilzunehmen.

NWZ

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Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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