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Jakobsweg Hitze macht Ahlhorner Pilgern zu schaffen

AHLHORN - Eigentlich wollten sie in diesen Jahr innerhalb von vier Wochen weitere 800 Kilometer auf dem bekannten Jakobsweg wandern. Und zwar auf dem französischen Teil. Die beiden Ahlhorner Pilger Rudolf Krems (71) und Detlev Schulte (68) haben das Ziel diesmal nicht ganz erreicht. Bei 30 Grad im Schatten machte den beiden Wanderern die Hitze im Mai arg zu schaffen. Jetzt zogen sie noch einmal Bilanz ihrer jüngsten Tour.

„Bis zur Mittagszeit ging es noch“, erzählt Rudi Krems. Aber danach brannte die Sonne so heftig, dass sie nur noch den Schatten suchten und auch schon mal Bus oder Bahn nahmen, um die nächste gebuchte Herberge zu erreichen. Nach gut zwei Wochen brachen sie die Tour vorzeitig ab, da auch keine Wetteränderung zu erkennen war.

In Deutschland sind Krems und Schulte schon rund 550 Kilometer des Jakobsweges gegangen. Den spanischen Teil (850 Kilometer) haben sie ebenfalls erledigt (die

NWZ

  berichtete).

Franzosen sehr hilfsbereit

Die Etappe durch Frankreich haben sie sich zum Schluss aufgehoben. Ein bisschen Bammel hatten die Ahlhorner Pilger vor allen Dingen, weil sei beide kein Wort Französisch sprechen. Doch die Angst davor, dass die Franzosen die Deutschen einfach stehenlassen, wenn sie auf Deutsch angesprochen werden, war völlig unbegründet. Oft auch nur mit Händen und Füßen versuchten die Ahlhorner Pilger, sich zu verständigen. „Die Menschen waren immer hilfsbereit und freundlich“, erzählt Detlev Schulte. In der Stadt liefen junge Leute auch schon mal mit, um den Pilgern den richtigen Weg zu weisen. Auf dem Lande wurden sie auch schon mal ins Haus gebeten. Oder ihnen wurde ein Plätzchen im Schatten und etwas zu trinken angeboten.

Die tolle Landschaft begeisterte neben der Freundlichkeit der Menschen. „Endlich mal keine Maisfelder, Ställe und Biogasanlagen“, so Rudolf Krems. Stattdessen große Weiden und riesige Getreidefelder und immer wieder Flusstäler, die überquert wurden.

In Deutschland war es angenehm, auf dem Jakobsweg zu laufen. In Spanien ist man gut auf die Pilger eingestellt. Fast alle zehn Kilometer gibt es dort eine Herberge. „In Frankreich ist man noch nicht so weit“, stellte Rudolf Krems fest. Wenige Herbergen, schlechte Ausschilderung, so die Pilger, die ohne Navigationsgerät unterwegs waren. Da kam es schon mal vor, dass sie fünf Kilometer vom Weg abkamen. Eine freundliche Autofahrerin las sie auf und brachte sie leider nicht zum nächsten Ziel – sondern zurück zum Ausgangspunkt . . .

Noch 900 Kilometer

In Nevers endete die Tour. Von dort bis zur spanischen Grenze sind es noch rund 900 Kilometer auf dem Jakobsweg. Dabei müssen auch die Pyrenäen überquert werden. „Das entscheiden wir im nächsten Jahr“, sagt Detlev Schulte auf die Frage, ob es eine Fortsetzung gibt. „Lust hätte ich schon noch“, meinte Rudolf Krems. „Im Hinterkopf haben wir auf jeden Fall immer noch das Ziel“, ergänzte Schulte.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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