AHLHORN - Ein halbes Jahr lang haben sie freiwillig drei Stunden pro Woche geopfert, um sich zu „Freizeitlotsen“ ausbilden zu lassen. Jetzt nahmen zehn Schülerinnen und ein Schüler der Graf-von-Zeppelin-Oberschule stolz ihre Zertifikate entgegen.

Sozialpädagogin Barbara Christidis hat das Projekt als einen „sozialen Beitrag von Schülern für Schüler“ entwickelt. Die Freizeitlotsen kümmern sich in Zweier-Teams dienstags, mittwochs und donnerstags um die Betreuung der Fünftklässler in ihrer 45-minütigen Mittagspause. In diesem Schuljahr gibt es nämlich erstmals auch Unterricht am Nachmittag. Dazwischen liegt eine Unterrichtsstunde Pause, die die Schüler im Aufenthaltsraum verbringen können. Wenn sie es möchten.

Dort kümmern sich die Freizeitlotsen um sie. Sie sind Ansprechpartner und machen auch verschiedene Angebote. „Spielen, Basteln und Bewegung zum Beispiel“, sagt Sozialpädagogin Christidis. „Die Freizeitlotsen gehen auf die Wünsche ihrer Mitschüler ein.“

Die „Lotsen“ wurden entsprechend geschult und haben auch gelernt, was bei Konflikten zu tun ist. Jetzt sind sie in der Lage, eigenständig die Betreuung zu übernehmen. Ein weiterer Beitrag, um ein Schulklima zu schaffen, in dem sich laut Schulleiter Josef Kubiak alle wohlfühlen sollen.