AHLHORN - Wie verhalte ich mich richtig in einem Restaurant? Wie decke ich einen Tisch richtig und wo lege ich die Serviette hin, wenn ich ihn verlasse?

Mit diesen Fragen setzten sich die Schüler der Klasse R9c der Graf-von-Zeppelin-Schule in Ahlhorn am Mittwochmorgen auseinander. Ute Henkensiefken und Patricia Hohenberger vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Kreisverband Oldenburg, erklärten den Schülern um Klassenlehrerin Stephanie Bley einige Knigge-Benimmregeln im Rahmen eines erstmaligen Workshops. Neben Essverhalten wurden Begrüßungsrituale und Kommunikationsregeln angeschnitten. „Wichtig ist, dass Respekt und Höflichkeit gelernt wird“, so Henkensiefken, „in der heutigen Zeit ist alles ein bisschen offener, da kommt es darauf an zu wissen, wie man sich in verschiedenen Situationen verhält.“ Das Verhalten jedes einzelnen wäre vergleichbar mit einem Orchester. Man müsse sich klarmachen, wer mitspiele und welche Rolle der Einzelne im gesamten Orchester einnehme. Henkensiefken: „Wenn ich Wertschätzung gegenüber anderen haben, dann funktioniert das ganz von selbst. Wichtig ist auch, Bewerbungsgespräche zu trainieren. Der erste Eindruck zählt mehr als das, was gesagt wird. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“

Um Bewerbungen drehte sich auch alles bei Vincent Kunz, Nils Romaniw, Marc Brumund, Sascha Gramberg und Markus Müller aus der R10a. Sie gaben ihre Erfahrungen an Schüler der R9b weiter, indem sie vorab Bewerbungsmappen der Neuntklässler einsahen und bewerteten und anschließend am Mittwochmorgen ein Bewerbungsgespräch mit ihnen simulierten. Sie haben dafür eine eigene „Firma“ gegründet, „M’ und M’s plus V Produktion“. „Die Schüler haben sich bei unserer Firma auf ihren Traumberuf beworben“, so Romaniw, „letztens haben wir mit ihnen schon einen Einstellungstest gemacht. Wer keine Bewerbung abgegeben hat, bekommt auch kein Vorstellungsgespräch.“ Kim Grabski hat eine Bewerbung geschrieben, ihr Traumberuf ist die Arbeit als Reiseverkehrskauffrau. Romaniw, Brumund und Kunz fragten, was ihre Stärken und Schwächen seien, warum sie sich beworben habe und ob sie teamfähig sei – genauso wie in einem echten Gespräch.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland