AHLHORN - Aus vermeintlich „chaotischen Rasselbanden“ wurden vorbildlich engangierte Schüler und selbst eine stille, „valiumesk anmutende“ Klasse zeigte sich schon bald von ihrer besten Seite: Bei der Abschlussfeier des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Ahlhorn hatten die Klassenlehrer der beiden zehnten Abschlussklassen viele lobende Worte, aber auch Kritik parat.
53 Schülerinnen und Schüler wurden am Mittwochvormittag feierlich im Beisein von Mitschülern, Familien und Kollegium verabschiedet.
Rüdiger Baumgarten, Klassenlehrer der 10a, lobte vor allem das überdurchschnittlich soziale Engagement seiner 28 Schützlinge. Solide Zeugnisse seien das Ergebnis der Jahre am Gymnasium, die unter anderem dadurch geprägt waren, dass die Klasse darum kämpfte, im Hauptgebäude bleiben zu dürfen oder besondere Erfolge bei „Jugend Trainiert für Olympia“ verbuchte. „Nur am Fleiß könnt ihr noch arbeiten“, gab er ihnen mit auf den Weg.
Einen „ganz eigenen Elan“ hatte Lehrer Jens Sturm seiner Klasse 10b attestiert, als er sie vor zwei Jahren übernahm. Der zunächst fehlende Zusammenhalt unter den Schülern konnte jedoch beseitigt werden.
Löblich sei auch, dass einige Schüler ihren Mitstreitern Nachhilfe in Mathematik gaben. „Ihr habt viel Potenzial für die Oberstufe“, bescheinigte Sturm ihnen abschließend. Für die 53 Absolventen geht es nun zu weiterführenden Schulen nach Wildeshausen, Oldenburg oder Cloppenburg.
Besonders ausgezeichnet für schulische Leistungen und Engagement wurden Phong Ngo (10a, Notenschnitt 2,35) und Katharina Liebner (10b, Schnitt 2,15). Anstatt Buchgeschenken hatten sie sich gewünscht, dass das dafür eingeplante Geld in Erinnerung an die verstorbene Konrektorin Stefanie Engel der Deutschen Krebshilfe gespendet wird.
Eine Foto-Präsentation, unterlegt mit Klaviermusik zeigte zudem Erinnerungen an die Schulzeit, bevor es nach den Danksagungen der Schülersprecherinnen hieß, Abschied zu nehmen.
