AHLHORN - „Der Umgang mit dem Hund stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder“, zeigt sich Kristin Averbeck überzeugt. Und wer einfach mal zuschaut, wie die Kinder der Nachmittagsbetreuung in der Grundschule Ahlhorn mit Max, dem Irish Red Setter-Mischling, umgehen, der merkt schnell, was sie meint. Kristin Averbeck, Sozialpädagogin an der Schule, hat mit ihrem vierbeinigen Freund die Weiterbildung zum „Therapiebegleithund­­team“ absolviert. Mit der Gesamtnote 1,3 waren Max und sein Frauchen Jahrgangsbeste. 14 Monate dauerte die Ausbildung.

Max arbeitet schon seit einigen Monaten als „tierischer Lehrer“ an der Schule (die NWZ berichtete). Der Hund kommt in den Schulkindergarten und ist auch bei der Nachmittagsbetreuung dabei. Positiver Kontakt zu Hunden senke die Stresshormone, weiß Kristin Averbeck. Untersuchungen hätten bewiesen, dass schon die regelmäßige Gegenwart eines Hundes in der Klasse Veränderungen bewirke: „Schüler gehen lieber zur Schule. Außenseiter werden aus ihrer Isolation geholt. Auffälligkeiten reduzieren sich. Positive Sozialkontakte werden gefördert.“

Die Kinder der nachschulischen Betreuung haben alle einen Hundedienst übernommen und kümmern sich gemeinsam um Max. Sie erlernen spielerisch, Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel beim Spaziergang draußen an der frischen Luft. Und wenn Max Stress hat, merken das die Kinder an seinem Hecheln. Dann sind sie alle ganz ruhig. Und Max macht sein verdientes Nickerchen zu Füßen der Kinder.