Krieg und Frieden auf der Welt
Der Weltfriedenstag
wurde von den Vereinten Nationen (UN) am 30. November 1981 eingeführt. Er findet seither jedes Jahr am 21. September statt. In der Resolution 36/67, mit der die UN den Tag offiziell einführte, erklärte die Organisation, dass der Tag genutzt werden solle, „um an die Ideale des Friedens sowohl innerhalb der Länder und Völker als auch zwischen ihnen zu erinnern und sie zu stärken.“Trotz des Feiertageswerden noch viele Auseinandersetzungen mit Gewalt ausgetragen. In seinem „Conflict Barometer“ berichtete das
Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung (HIIK) für das Jahr 2008 von weltweit 345 bewaffneten Konflikte. Von diesen waren 39 hoch gewaltsam. Dazu zählten unter anderem neun Kriege. Bei 95 Krisen trat die Gewalt „sporadisch auf.„Conflict Barometer 2008“ unter www.hiik.de
Mit dem Lied „Hevenu shalom aleichem“ erinnerten die Kinder an weltweite Konflikte. Anlass war der Weltfriedenstag der Vereinten Nationen.
von Gerrit Pfennig
Wildeshausen Für Frieden auf der Welt müssen wir alle sorgen – diese Botschaft hatten am Montag rund 80 Grundschüler, die gemeinsam mit ihren Lehrern auf dem Wildeshauser Marktplatz das hebräische Friedenslied „Hevenu shalom aleichem“ sangen. Mit den Strophen klang der Wunsch aller Teilnehmer über den Platz: „Wir wollen Frieden bringen in die Welt.“
Eingeladen hatte zu dem Treffen der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ aus dem Präventionsrat der Stadt Wildeshausen. Der Anlass war der UN-Weltfriedenstag, der jedes Jahr am 21. September stattfindet.
Bürgermeister Dr. Kian Shahidi zeigte sich nach dem Lied beeindruckt von den jungen Friedensaktivisten: „Ich finde es klasse, dass ihr euch dafür einsetzt.“ Shahidi stellte den Schülern der Wallschule, Hunteschule, Holbeinschule und St.-Peter-Schule dazu eine wichtige Frage: „Ist das machbar, dass wir Frieden auf der Welt haben?“ Die Schüler waren sich einig, dass es möglich ist, friedlich miteinander zu leben. Sie hatten auch verschiedene Ansätze parat, wie das gelingen könnte. „Einer muss nachgeben“, sagte eine Schülerin. Ein anderer Schüler erklärte: „Man muss sich entschuldigen.“ Shahidi gefielen die vielen verschiedenen Vorschläge. „Man muss immer wieder im Frieden zusammenkommen“, sagte er. Damit würden die Schüler schon im Kleinen die Grundlage für den weltweiten Frieden legen. „Wenn ich euch sehe, kann ich mir vorstellen, dass wir eine friedvolle Welt haben werden“, war sich Shahidi sicher.
Ingeborg Jacoby vom Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“, die die Aktion mitorganisiert hatte, bedankte sich bei den Schülern und Lehrern für Engagement. Sie lobte auch die Friedensinitiative in Wildeshauser Buchhandlungen. „Das ist absolut toll geworden“, sagte Jacoby. Die Schüler hatten in der vergangenen Woche die Auslagen von Buchhandlungen unter anderem mit selbst gebastelten Friedenstauben geschmückt. Im Vorgriff auf den Weltfriedenstag hatten die Buchhandlungen Werke zum Thema Frieden ausgesucht.
