Ahlhorn - Der Spaß und auch ein Stück Stolz standen Garlich Grotelüschen und Rolf Löschen schon am Samstagabend ins Gesicht geschrieben. Mit ihren Pudelmützen in Leuchtfarben waren sie für fast jeden auf dem Weihnachtsmarkt in Ahlhorn gut sicht- bar und zugleich Sinnbild für das, was mit Engagement und Gemeinschaftsdenken alles erreicht werden kann. Kurzum: Der „neue“ Weihnachtsmarkt Ahlhorn an der Ecke Wildeshauser Straße/Am Lemsen entpuppte sich schon am Sonnabend als Besuchermagnet. Und am Sonntag ging es so weiter mit allerlei Programm.
Gleich 26 Aussteller hatten im Vorfeld ihre Teilnahme zugesichert. Viele rückten zusammen an den einzelnen Ständen bei heißen Getränke bis zur Feuerzangenbowle. Positiv fiel das Miteinander auf dem Weihnachtsmarktgelände aus. Gute Laune war angesagt bei dem Fest, das auch viele Menschen mit Migrationshintergrund besuchten. Bei einem solchen Ansturm leerte sich die Gulaschkanone der Nordmänner in kürzester Zeit. Da galt es, Nachschub zu besorgen.
Im warmen Festzelt standen Angebote um Kunsthandwerk, Wellness und mehr sowie Kaffee und Kuchen im Mittelpunkt. Wer mehr über das Königreich Bhutan erfahren wollte, der war bei Kunsttherapeutin Sonja Grotelüschen-Tschorr an ihrem Stand im Zelt an der richtigen Adresse. Sie gehört dem Förderverein für das unabhängige Königreich Bhutan an. Ein Land mit 700 000 Einwohnern mitten in der Himalaja-Bergkette, umgeben von Tibet, China, Nepal und Indien. Der Förderverein sammelte auf dem Weihnachtsmarkt für das Pilotprojekt Dorf Chendebji, vor allem für Essen.
Das Konzept von Grotelüschen und Löschen ging in diesem Jahr auf. Zum einen konnte der Weihnachtsmarkt optisch gut abgegrenzt werden, es fehlte auch kein Eingangstor. Zum anderen etabliert sich der Weihnachtsmarkt inzwischen bei den Ahlhorner Bürgern. „Wir haben noch einige Ideen in petto“, meinten Löschen und Grotelüschen mit Blick nach vorne.
Den guten Gesamteindruck konnten auch Bernhard Kempermann und Timm-Dierk Reise bestätigen. Sie waren mit dem Touri-Mobil der Gemeinde nach Ahlhorn gekommen, um Unterstützung für die Ahlhorner Weihnachtsmarkt-Kollegen zu signalisieren. Am Wochenende zuvor hatten die Ahlhorner an der Nikolausmeile teilgenommen.
