Bad Zwischenahn - Nachdem es vor den Sommerferien in einer Elternbefragung nicht zu einer Mehrheit für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) gereicht hatte (die NWZ berichtete), holt die CDU zu Beginn des neuen Schuljahres einen alten Vorschlag hervor: Zum Schuljahresbeginn 2016/2017 beantragen die Christdemokraten die Einführung einer Oberschule (OBS) ohne gymnasialen Zweig. Der Antrag soll in der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 21. September beraten werden.
Zur Begründung führt Fraktionsvorsitzende Maria Bruns an, dass „die Hauptschule Bad Zwischenahn trotz hervorragender Arbeit nicht angewählt wird“. So sei die Schule in diesem Schuljahr nur einzügig in der 5. Klasse. Da die Realschule zudem unter dem fehlenden Ganztagsangebot leide, wanderten Schüler aus beiden Schulformen in die umliegenden Oberschulen des Landkreises und der Stadt Oldenburg ab.
Der Schulausschuss habe bereits im September 2012 mit den Stimmen der Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter die Einführung der OBS ohne gymnasialen Zweig beschlossen, erinnert Bruns. Ein gymnasialen Zweig sei seinerzeit abgelehnt worden. Eine Mehrheit aus SPD, Grüne und FDP hatte dieses Fachausschussvotum jedoch im Rat gekippt. Der mit knapper Mehrheit dieses Gremiums favorisierten Integrierte Gesamtschule (IGS) hatten Bad Zwischenahner Eltern vor den Sommerferien in einer Befragung aber eine Absage erteilt.
„Unsere Eltern im Gemeindegebiet benötigen schnell eine klare Entscheidung für ihre Kinder, wie sich die Schullandschaft in Bad Zwischenahn zukünftig entwickeln wird“, so Bruns. „Es besteht dringender Handlungsbedarf, den Schülerabwanderungen aus unserer Gemeinde zu begegnen und die Oberschule zum nächstmöglichen Zeitpunkt einzurichten.“
