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Austausch „Alles größer“als daheim in  Deutschland

Karsten Kolloge

Ganderkesee - Herbstferien – da können auch die Schüler des Gymnasiums Ganderkesee einen Gang zurückschalten, ausschlafen, chillen. Aber nicht alle: 14 Mädchen und Jungen des 10. und 11. Jahrgangs drücken pünktlich ab 7.45 Uhr die Schulbank – nicht Am Steinacker, sondern an der Westchester Academy for International Studies (WAIS) in Houston (Texas, USA).

Austausch seit 2006

Der Hintergrund des Schulbesuchs: Das Gymnasium pflegt eine Partnerschaft zum WAIS. Gefördert durch das German-American Partnership Program (GAPP), findet seit 2006 ein regelmäßiger Austausch statt, auf deutscher Seite von Oberstudienrat Jürgen Schneider, auf texanischer Seite von Deutschlehrer Jürgen Müller organisiert.

Nachdem elf Schüler der WAIS bereits im Juni einzelne deutsche Großstädte besucht hatten und für zweieinhalb Wochen in Ganderkesee zu Gast gewesen waren, stiegen die Ganderkeseer am 5. Oktober zusammen mit Französisch-Lehrerin Anette Rinski-Weber in den Flieger Richtung Westen. Erste Station: Washington, wo sich die Jugendlichen einige wichtige Stätten ansahen und natürlich auch das obligatorische Foto vorm Weißen Haus schossen.

Seit dem 8. Oktober schloss sich der Aufenthalt in Houston an, wo die Ganderkeseer (wie zuvor die Schüler aus den USA) bei Gastfamilien wohnen. Sie freuten sich über sommerliches Wetter, T-Shirts waren ausreichend. Angenehm sei die Freundlichkeit der Amerikaner, bescheinigten die Ganderkeseer in einem Interview mit Redakteur Rusty Graham („The Examiner“). Und: In den USA sei „alles größer“ als daheim in Deutschland.

Vier Sterne fürs Büfett

Zum Programm der Ganderkeseer zählten und zählen auch Ausflüge – etwa zur renommierten Rice Universität. „Absolut gepflegt“ sei die Uni, sie habe üppige Grünanlagen, eigene Busse, berichten die Ganderkeseer. Das Büfett-Mittagessen, zu dem man dort eingeladen worden sei, habe mehr an ein Vier-Sterne-Hotel denn an eine Kantine erinnert. Allerdings: 50 000 Dollar (knapp 39 000 Euro) seien jährlich als Schulgeld hinzublättern.

An diesem Donnerstag neigt sich der Besuch dem Ende zu, abends soll eine „Farewell Party“ steigen. Am Sonnabend werden die Jugendlichen zurück in Ganderkesee erwartet. Dann haben sie noch eine Woche Herbstferien – zum Zurückschalten, Ausschlafen und Chillen.

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