Augustfehn - „Für mich steht beim Theater die Spielfreude an erster Stelle“, sagt Jens-Henner Valentin aus Emden. Der 41-Jährige war einer von 25 Lehrerinnen und Lehrern aus dem Ammerland, Lüneburg, Hannover und anderen Städten, die zur einer Fortbildung nach Augustfehn kamen. Am Wochenende beteiligten sie sich der Oberschule Augustfehn an einer Weiterbildung zum Theaterlehrer.
Bis die Lehrkräfte das Zertifikat erhalten, dauert es noch zwei Jahre. In dieser Zeit arbeiten sie mit Ingo Zach von der Oberschule Augustfehn und Maike Klüver, die in Mainz unterrichtet. „Die beiden versprühen viel Energie, wir sind immer in Bewegung und sehr motiviert, das ist super“, findet Franziska Brauer, die in Jever unterrichtet.
In der Lerneinheit am Wochenende beschäftigten sich die Lehrer mit der Wirkung von Sprache und Positionen in einer Gruppe. „In einer Übung war jemand von uns eine Königin und hat alle anderen um sich herum durch den Raum dirigiert. Erst mit Worten und Gesten, dann nur mit dem Blick“, erzählt die 30-jährige Franziska Brauer. Sie sei überrascht gewesen, dass es möglich war, nur über die Augen mit allen Teilnehmern zu kommunizieren. Eine ihrer wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Übungs-Einheit sei jedoch gewesen, dass es erlaubt sei, Fehler zu machen, um daraus etwas für sich zu lernen.
Am Wochenende lernten die Teilnehmer durch Ausprobieren, wie es auf die Zuschauer wirkt, wenn man mit dem Gesicht nach vorn oder im Profil zu sehen ist. Das Probieren sei wichtig, so Ingo Zach. „So können sich die Lehrkräfte in Schüler hineinversetzen und sie so in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen“, sagt der Lehrer für Darstellendes Spiel für drei Jahrgänge an der Oberschule in Augustfehn.
