ALTENOYTHE - Seit Februar wurde vorbereitet, was am Mittwoch offiziell verkündet wurde: Die Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe wird in den nächsten Tagen beim Schulträger – das ist die Stadt Friesoythe – einen Antrag auf Oberschule ab dem Schuljahr 2013/2014 stellen. Die Eltern seien bereits informiert.
Schulleiter Rasmus Braun sieht in der neuen Schulform eine „qualitative Weiterentwicklung“. So habe man die Möglichkeit, Differenzierungen auszuarbeiten. Als Oberschule könne zum Beispiel schon ab der fünften oder sechsten Klasse ein Kurssystem eingeführt werden. Fächer wie Mathe oder Englisch würden gestärkt und das Kollegium größer. Zudem würden Hauptschüler oftmals stigmatisiert, das hätte mit dem Begriff Oberschüler ein Ende. Braun begründete den Zeitpunkt der Antragstellung damit, dass derzeit noch viele ältere Lehrer an der Heinrich-von-Oytha-Schule tätig seien, die über große Erfahrungen verfügen würden. „Das ist eine große Chance. Diese Erfahrungen sollten unbedingt mitgenommen werden“, so der Schulleiter. Daher sei die Schule der Meinung, den Schritt hin zur Oberschule jetzt machen zu müssen.
„Für uns gab es diesen Handlungsdruck noch nicht“, reagierte Erster Stadtrat Dirk Vorlauf auf diese Nachricht. Die Stadt Friesoythe sehe sich in Sachen Hauptschule und Realschule gut aufgestellt. Aber: „Ob es uns gefällt oder nicht, wir müssen uns mit diesem Antrag beschäftigen und aufgeschlossen damit umgehen.“ Nach der Sommerpause werde der Antrag auf Oberschule in den politischen Gremien beraten werden.
Der Antrag auf Oberschule bezieht sich nur auf die Altenoyther Hauptschule und nicht gleichzeitig auf die Friesoyther Realschule. „Die Realschule bleibt Realschule“, machte Vorlauf deutlich. Mittelfristig müsse man aber sehen, wie es weitergehe.
