ALTENOYTHE - In diesem Schuljahr besuchen 137 Schüler die Grundschule Altenoythe. Sie wird als zweizügige katholische Bekenntnisschule geführt.

Von Hans-Carl Bokelmann

ALTENOYTHE - „Mein bester Freund ist Fu – und er kann schreiben fein.“ Mit einem Lied auf den Lippen beginnen die 20 Erstklässler der Klasse 1 b an der Gerbert-Schule in Altenoythe die dritte Unterrichtsstunde. Das Tafelbild hat Klassenlehrerin Annette Niemann längst vorbereitet – und schnell wird klar, dass sich in dieser Stunde alles ums Lesen dreht.

Die Buchstaben f und u dominieren das Tafelbild und sind der Name einer Handpuppe mit schwarzem Haar, die die Erstklässler schon nach wenigen Unterrichtstagen in ihr Herz geschlossen haben. Die Puppe ist ein methodisches Hilfsmittel, um den Kindern spielerisch das Lesen und Schreiben beizubringen.

„Aus methodischen Gründen beginnen wir mit der Druckschrift. Erst im 2. Halbjahr lernen die Kinder die Schreibschrift. Dieser Weg hat sich bewährt“, erklärt Niemann in der Pause vor der 3. Stunde und weist daraufhin, dass ihre Erstklässler von Anfang an mit Begeisterung bei der Sache sind. „Sie wollen lernen, müssen dazu aber im Klassenverband noch einige Regeln verinnerlichen.“ Die vermittelt Niemann geschickt im Unterricht: Ein verabredetes Handzeichen der Klassenlehrerin und im Nu sind die Schüler mucksmäuschenstill. Niemann erklärt ihr vorbereitetes Tafelbild und fordert die Kinder auf, die richtige Fu-Buchstaben-Kombination zu umkreisen. Tom, Maximilian, Kevin, Vanessa, Sophia, Meret, Lars und Laura lösen die Aufgabe ohne Probleme.

Schon recht zielstrebig und sicher kommen sie zur Tafel, um die Aufgabe zu lösen. Fehlerhafte Buchstabenkombinationen werden zweifelsfrei erkannt – und schon folgt die nächste Aufgabe, eine echte Premiere: die Kinder erhalten ihr erstes Arbeitsblatt. Und wer im Mittelpunkt der Aufgabe steht, ist keine Frage: die Handpuppe Fu.