ALTENOYTHE/FRIESOYTHE - Am 20. Mai 1397 starb Heinrich Totting von Oytha in Paris. Zum 612. Todestages des damals sehr bekannten Theologen, der aus Friesoythe stammte, wurde an der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe eine Stele von Oythas enthüllt. Nach einer musikalischen Einleitung der Schülerband der Hauptschule sprach Schulleiter Hermann Reiners vor den zahlreich erschienenen Gästen sowie der gesamten Schüler- und Lehrerschaft der Schule von der „Entstehungsgeschichte“ der Stele.
„Eigentlich wollten wir ja die Statue haben, die in Friesoythe an der Kirche steht, aber das war nicht möglich“, so Reiners. Nach einigem Hin und Her mit der Stadt habe man sich dann auf die Stele geeinigt und sei froh darüber. „Jetzt ist die Schule nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich komplett“, sagt Reiners. Die Stele ist ein zwei Meter hohes Denkmal aus Metall, das jetzt den Eingangsbereich der Schule schmückt. Als Alternative zur echten Statue hat Piotr Lewandowski – ein Künstler aus Polen – eine Zeichnung angefertigt, die als Folie auf die Stele geklebt wurde. Neben dem Denkmal informiert eine kleine Tafel über das Leben und Wirken Heinrich Totting von Oythas.
Bürgermeister Wimberg ließ in einigen Sätzen das Leben von Oythas, der um 1330 in Friesoythe geboren wurde, noch einmal Revue passieren. Zudem berichtete er von Reiners Einsatz für die Schule, er sei ein „guter Anwalt“ der Schule und sorge stets mit Anträgen im Rat für die Weiterentwicklung der Schule. Dass man Schulen Namen gebe, sei für Wimberg wichtig. „So bekommt eine Schule erst eine Identität“, sagte der Bürgermeister.
Nachdem das Denkmal durch Reiners, Wimberg und Friesoythes Ehrenbürger Ferdinand Cloppenburg enthüllt worden war, gab es vom Schulleiter abschließende, fast neckische Worte in Richtung Bürgermeister. „Ihr werdet im Rat von uns hören“, so Reiners.
