ALTENOYTHE/FRIESOYTHE/MARKHAUSEN/GEHLENGERB/KAMPE - Die Fastenzeit einmal anders verbringen, das erleben derzeit die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hohefeld. Anstatt Süßigkeiten zu sammeln und Verzicht zu üben, haben sie sich für die Fastenzeit gute Vorsätze auferlegt. „Meiner Mama helfen“ oder „Meine Geschwister nicht mehr ärgern“, „Weniger Fernsehen“ oder „Meine kranke Oma öfter besuchen“ sind solche Vorsätze, die die Kinder auf einer Kollage niedergeschrieben haben.

Der „Baum der guten Vorsätze“, auf dessen Blättern aus Papier die Vorsätze geschrieben stehen, hängt an der Tafel und wird im Religionsunterricht besprochen. „Es geht uns darum, mit den Kindern Dinge zu tun, die ihrer Lebenswirklichkeit entsprechen“, sagt Birgit Hanneken, Klassenlehrerin der 1. Klasse der Grundschule.

So hätten die Kinder keinen Bezug zu groß angelegten, internationalen Aktionen. „Die Kinder können sich selbst überlegen, was sie tun können, und dies auch umsetzen“, sagt Simone Wieborg, Klassen- und Religionslehrerin der 2. Klasse. Auch in den anderen Grundschulen der Stadt Friesoythe wird das Thema Fastenzeit im Unterricht behandelt.

„Wir behandeln das Thema im Religionsunterricht. Zudem bereiten wir eine Zeremonie für jede Klasse vor, in der wir eine Kerze anstecken und bunte Tücher sowie Palmzweige niederlegen“, so Renate Lameyer von der Grundschule Markhausen. Die Grundschule Gehlenberg nimmt das Thema im Religionsunterricht auf. „Große Aktionen sind nicht geplant“, sagt Schulleiterin Anita kleine Schlaarmann.

In der Ludgeri-Schule in Friesoythe gibt es Opferkästchen, mit denen Geld für Menschen in der Not gesammelt wird. Solche Opferkisten gibt es auch in der Grundschule Kampe. Jedoch wird hier kein Geld, sondern, ähnlich wie in der Grundschule Hohefeld, der gute Vorsatz für die Fastenzeit gesammelt.

„Die Kinder werfen die Zettel mit ihren guten Vorsätzen in die Opferkiste und können nach Ablauf der Fastenzeit nachgucken, ob sie diese Vorsätze auch eingehalten haben“, so Schulleiterin Wilma Kreyenborg.