ALTENOYTHE - Die Schüler und Lehrer der Heinrich-von-Oytha-Hauptschule in Altenoythe sind ein aktuelles Opfer der Schweinegrippe. Eigentlich wollten sie am 14. Mai zu einem ersten Besuch ihrer neuen Partnerschule in das polnische Swiebodzin aufbrechen. Doch am Montag kam die Ausladung aus Polen.

Konrektor Wilhelm Wewer im Gespräch mit der NWZ : „Uns wurde mitgeteilt, dass polnische Schulen derzeit keine internationalen Begegnungen veranstalten dürfen. Dort wird befürchtet, dass sich Schüler und Lehrer sonst mit der Schweinegrippe anstecken könnten.“

Seit Wochen wird in Altenoythe die Reise nach Polen vorbereitet. 18 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 sowie Wilhelm Wewer und seine Kollegin Rita Kühn wollten bis zum 21. Mai ihre Partnerschule in Swiebodzin besuchen. Die Stadt ist auch offizielle Partnerstadt Friesoythes. Die Schule hatte im vergangenen Herbst eine eigene Partnerschaft ins Leben gerufen und wollte jetzt erstmals die neuen Freunde im Osten besuchen. Das Programm war bis ins Detail organisiert. Untergebracht werden sollten die Gäste aus Altenoythe in Gastfamilien. Wilhelm Wewer: „Wir sind traurig und enttäuscht zugleich.“

Jetzt kann die Schule erst im nächsten Jahr nach Polen reisen. Festhalten wollen Wewer und Kühn jedoch am Gegenbesuch, der für den September geplant ist. Dann wird eine Gruppe polnischer Schüler und Lehrer in Altenoythe erwartet.

Traurig reagieren auch die Schüler in Altenoythe auf die Ausladung. Maike Kempa (13) aus Friesoythe: „Die ganze Vorbereitung war umsonst. Das ist sehr schade.“ Jasmin Meyer (13) aus Altenoythe: „Ich hatte mich sehr auf die Reise gefreut und bin nun sehr enttäuscht.“ Lill Themann (14) aus Altenoythe: „Alle Arbeit war vergebens. Wir hatten uns sogar extra gegen Zeckenbisse impfen lassen.“ Und Laurin Schäfer (14) aus Markhausen ergänzt: „Es ist einfach sehr ärgerlich. Jetzt haben wir stattdessen Unterricht.“

So bleiben vorerst auch die Gastgeschenke in Altenoythe. Dabei handelt es sich um zwei Bilder, die Schüler der Heinrich-von-Oytha-Schule mit großem Aufwand gemalt haben.