ALTENOYTHE - „Big Äppel“ heißt die neue Schülerfirma der Altenoyther Heinrich-von-Oytha-Hauptschule. Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 d und ihr Lehrer Alois Schwerdt haben das Unternehmen gegründet, das naturbelassenen Apfelsaft vermarktet.

In den Obstgärten von Sponsoren konnten die Schülerinnen und Schüler reichlich Äpfel ernten. Stefan Abeln, Sprecher von „Big Äppel“: „Es gibt in diesem Jahr sehr viele Äpfel in der Region. Deshalb haben wir uns für diesen Bereich spezialisiert.“ Gut 500 Kilogramm Äpfel konnte die Klasse im ersten Anlauf ernten. Das Obst lieferten die Hauptschüler mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern bei der Mosterei Hagena in Lutten (Landkreis Vechta) ab – und erhielten im Tausch dafür den in Flaschen abgefüllten Apfelsaft, wahlweise naturtrüb und klar. Jetzt stapeln sich gut 400 abgefüllte Flaschen in der Schule und warten auf den Weiterverkauf.

Erste Abnehmer des Apfelsaftes sind natürlich die Mitschüler. Stefan Abeln: „Wir haben zunächst eine Werbemaßnahme an der Schule gestartet und an die Schülerinnen und Schüler Kostproben ausgeschenkt.“ Firmenmitarbeiter Viktor Richter zog anschließend eine positive Bilanz. Der Saft sei gut angenommen worden, stellten die jungen Unternehmer fest. Erste Verkäufe waren die Folge. Angespornt durch diesen ersten Erfolg boten die Schülerinnen und Schüler am Montag auch auf der Elternversammlung der Hauptschule die beiden verschiedenen Saftsorten zum Kauf an.

Ein besonders gutes Geschäft erhoffen sich die Schülerinnen und Schüler, wenn am Sonntag, 21. Oktober, in Altenoythe rund um das Dorfgemeinschaftshaus der traditionelle Bauernmarkt stattfindet. Bei dieser Veranstaltung des Altenoyther Bauernmarktvereins ist „Big Äppel“ mit einem eigenen Verkaufsstand vertreten. Schüler Jörn Baran: „Dort kann jeder Marktbesucher bei uns den Saft erwerben.“ Der Bauernmarkt ist eine zentrale Veranstaltung von landwirtschaftlichen Direktvermarktern aus der Region.

Janosch Hagedorn, Verkaufleiter bei „Big Äppel“, sieht in dem Bauernmarkt eine willkommene Gelegenheit für die Schülerfirma, sich in Szene zu setzen und die Säfte erfolgreich zu verkaufen. Sollte der erste Vorrat an Saft erschöpft sein, kann die Schülerfirma aus Lutten Nachschub beziehen.

Schüler Arthur Helmuth aus der Klasse 9 d preist die Vorzüge des Saftes an: „Die Äpfel stammen zumeist von einer großen und alten Streuobstwiese und von unbehandelten Bäumen.“ Sie wurden auch nicht nachträglich behandelt. Der Saft sei zudem ohne die Verwendung von Zusätzen hergestellt worden. Helmuth: „Das ist ein reines und gesundes Naturprodukt.“

Die Altenoyther Schülerfirma ist organisiert wie ein realer Betrieb. Als Geschäftsführerinnen hat die Klasse ihre Mitschülerinnen Lena Diedrich und Jennifer Weiner eingesetzt. Ein eigener Betriebsrat wacht über die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen und übt die Mitbestimmung aus.

Mit dem Erlös aus den Unternehmensaktivitäten wollen die Schüler eine Klassenfahrt finanzieren. Firmensprecher Stefan Abeln: „Wir erhoffen uns durch die Aktion eine finanzielle Entlastung für die mitfahrenden Schüler“.