ALTENOYTHE - Enttäuscht haben sich die Lehrer Ursula Olschewski, Rita Kühn und Andreas Schwerter der Heinrich-von-Oytha-Hauptschule Altenoythe von der Organisation der „Ideen Expo 2007“ in Hannover gezeigt und heftige Kritik geübt. Sechs Wochen vor der Fahrt hatten die drei Lehrer mit weiteren Kollegen die 50 Schüler der drei zehnten Klassen der Schule für einen Besuch der Ideen-Expo angemeldet sowie mit den Ausstellungsorganisatoren eine Führung für die Schüler durch die Ausstellung vereinbart. Als man nach einer dreistündigen Busfahrt in Hannover auf dem Ideen-Expo-Gelände ankam, war der Besucherandrang so groß, dass man kaum zum Info-Center durchkommen konnte. „Als wir schließlich beim Info-Center ankamen und sagten, dass wir angemeldet seien und nach unserer Führung fragten, hieß es: ‚Uns wächst alles über den Kopf, eine Führung gibt es nicht mehr, geht alleine!’“, berichtet Olschewski.

Doch damit begannen die Probleme erst, berichteten die drei Pädagogen. Als der Deutsche Pavillon – hier waren die interessantesten Angebote zu sehen – besichtigt werden sollte, mussten die Altenoyther für den Einlass eine Stunde warten. Olschewski sprach von Missmanagement auf der Ideen-Expo. Beklagt wurde auch, dass die Workshops mit drei oder vier Schülern viel zu klein gewesen seien, die Masse der Schüler hätte an keinem Workshop teilnehmen können, so die Lehrerin weiter. Sie kritisiert auch, dass die örtlichen Schulen die Ausstellung vormittags besuchten und nicht nachmittags, womit der Besucherstrom hätte entzerrt werden können.

„Wir sind im guten Glauben nach Hannover gefahren und wollten uns mit unseren Schülern informieren. Von der Idee her war die Ausstellung auch toll, von der Organisation her deprimierend. Berücksichtigt man das Verhalten der Organisation, die lange Busfahrt und die Wartezeit, dann war das nicht angemessen, Fahrt und der ganze Aufwand haben sich nicht gelohnt“, so Olschewski.

Was an Technik gezeigt wurde, bewerteten die drei Lehrer als gut, für jeden sei etwas Interessantes dabei gewesen. Von der Landwirtschaft bis zur Chemie seien interessante Themen und Projekte gezeigt worden, wie etwa die Gewinnung von Biogas.

Lobenswert fanden die Pädagogen auch, dass neben Universitäten auch Schüler von Haupt- und Realschulen Projekte vorgestellt hatten. Die drei Lehrer verwiesen darauf, dass es schwierig sei, Mädchen für Technikthemen zu interessieren. Allerdings habe es auch Themen rund um den Nagellack gegeben; hier seien die Mädchen natürlich mehr interessiert gewesen wie auch bei Experimenten mit statischer Aufladung, bei denen die Haare buchstäblich zu Berge standen.