ALTENOYTHE - „Das ist eine gute Erfahrung und macht richtig Spaß“, sagt Maik Schwarzer, als er gemeinsam mit Schulkamerad Sedat Agirman Teller auf einen Rollwagen stapelt. Die beiden 14-jährigen Schüler machen in dieser Woche mit 19 anderen Achtklässlern der Altenoyther Heinrich-von-Oytha-Schule ein Praktikum in den Caritas-Werkstätten in Altenoythe. Maik und Sedat gehören eine Woche lang zum Küchenteam und helfen zusammen mit Menschen mit Behinderungen bei der Zubereitung und Ausgabe von täglich 500 Mahlzeiten. „Wir verstehen uns alle super“, sagt Sedat Agirman, der zuvor kaum Kontakt zu Behinderten gehabt habe und sich freue, diese Erfahrung machen zu dürfen. Die anderen Mitschüler helfen Seite an Seite mit Menschen mit Behinderungen in der Näherei, der Hygiene-Abteilung, der Kerzenmanufaktur und der Gartengruppe.

Diese Zusammenarbeit zwischen der Altenoyther Hauptschule und der benachbarten Werkstatt gibt es schon seit einigen Jahren, sagt Einrichtungsleiter Ludger Rohe. Ziel sei es, Normalität zwischen Menschen mit und ohne Behinderung herzustellen. Sozialpädagogin Sonja Schulz betreut das Projekt seitens der Werkstatt und empfindet die Zusammenarbeit der Schüler und Caritas-Mitarbeiter als „wirkliches Miteinander“. „Das Projekt ist fantastisch. Die Schüler sind mit Begeisterung dabei“, lobt auch Alfred Köhler, Lehrer der derzeit teilnehmenden 8b. Im Laufe des Schuljahres machen alle drei achten Klassen der Heinrich-von-Oytha-Schule ein Praktikum in der Einrichtung an der Schulstraße. Rektor Rasmus Braun erhofft sich dadurch „neue Blickwinkel für die Schüler“.