Zetel - Hackbällchen mit Kartoffeln und Tomatensoße, dazu einen Salat mit Gurken und Tomaten. Darius, sieben Jahre alt, hat sich das Mittagessen schmecken lassen. „Das war gut“, sagt der Zweitklässler. Er wird künftig mehrfach in der Woche in der Mensa der Grundschule Zetel zu Mittag essen. Die Grundschule ist seit diesem Schuljahr offene Ganztagsschule. Zwischen dem Unterricht am Vormittag und den Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag gehen die Kinder ins nahe gelegene Mehrgenerationenhaus zum Essen.

Zur Auswahl stehen an vier Tagen in der Woche jeweils zwei Menüs. Am Dienstag gab es alternativ zu den Hackbällchen ein vegetarisches Menü: Vollkornnudeln mit Tomatensoße und Salat. Um den Service kümmert sich Andrea Heyna, eine gelernte Restaurantfachfrau. Zum Essen gibt es Wasser zu trinken. Das Geschirr müssen die Kinder nach dem Essen selber auf einem Rollwagen ablegen und sortieren. Einige kennen das Abräumen schon von zu Hause.

Das Essen wird jeden Tag von einer Zeteler Firma frisch gekocht, so dass es mit 3,50 Euro pro Mahlzeit 70 Cent teurer ist als an der Grundschule Neuenburg, die mit einer Großküche zusammenarbeitet. Deshalb bezuschusst die Gemeinde jedes Essen an der Grundschule Zetel mit 50 Cent, so dass ein Kind pro Essen drei Euro zahlt. In Neuenburg sind es 2,80 Euro.

93 der 310 Grundschüler nehmen an einem, zwei, drei oder vier Tagen pro Woche am Ganztagsschulbetrieb teil. In der Regel gehen sie dann auch Mittagessen in der Mensa. Nach dem Unterricht sind zunächst die Erst- und Zweitklässler für 45 Minuten beim Essen. In dieser Zeit erledigen die Dritt- und Viertklässler ihre Hausaufgaben. Um 13 Uhr folgt der Wechsel. Um 14 Uhr beginnen die Arbeitsgemeinschaften. Der Ganztagsschulbetrieb läuft bis 15 Uhr.

„Das Mittagessen verbindet die Kinder noch einmal neu“, hat Katrin Wiechmann, seit sechs Jahren pädagogische Mitarbeiterin an der Grundschule, beobachtet. Sie begleitet mit einer Kollegin eine Gruppe zum Essen. Für das Schulleben und die Zusammengehörigkeit sei der Ganztagsbetrieb positiv. Nachmittags gehe es familiär zu, anders als im Unterricht am Vormittag.

An diesem Mittwoch sind es gut 50 Kinder, die an der freiwilligen Ganztagsschule teilnehmen und damit auch wieder zum Essen ins Mehrgenerationenhaus gehen. Aufgetischt werden Tortellini in Carbonara-Soße, am Donnerstag gibt es Hühnerfrikassee mit Reis.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg