Cloppenburg - Seit Beginn des Schuljahrs 2006/2007 nimmt die Grundschule Emstekerfeld am Antolin-Projekt teil. Als erste Grundschule in Cloppenburg probierte die Einrichtung aus, die Lesefreudigkeit von Kindern computerunterstützt zu fördern.

Das Pilotprojekt lief gut an, die Kinder lasen – und schon im Januar 2008 folgten weitere Schulen dem Beispiel. Doch wie ist die Situation heute? Hielt das computerunterstützte Leseprogramm, was es damals versprach? Die NWZ  hat nachgefragt.

Schulleiter Werner Espelage bewertet „Antolin“ als Erfolg. Es sei ein gutes Mittel, um all jene Kinder, die nicht gern lesen, für Bücher zu begeistern. Vor allem für die Jungen, die sich oft nicht so schnell für Bücher begeistern könnten, sei „Antolin“ ein gutes Mittel, um sie zum Lesen zu animieren.

Das „Antolin“-Prinzip ist einfach: Die Kinder lesen Bücher, melden sich dann auf einer speziellen Website an und beantworten Fragen zum Inhalt. Für jede richtige Antwort gibt es Punkte. Alle Punkte werden auf einem Schüler-Konto gespeichert.

Bereits im zweiten Schuljahr lernen die Schützlinge von Lehrerin Rita Otten den Umgang mit Buch und Computer-Programm. Dann gilt es, möglichst viel zu lesen und vor allem zu verstehen. Zweimal in der Woche können die Schüler vormittags, einmal auch am Mittag an die PCs, um Fragen zu beantworten. Alle Punktlisten werden akribisch geführt und die Rankings regelmäßig bekannt gegeben. Zum Halbjahr und zum Ende des Schuljahres werden zudem die besten Leser der Klassenstufen geehrt.

Neben „Antolin“ setzt die Schule auch bei der Mathematik auf computerunterstütztes Lernen. Das Programm verbindet die Kompetenzbereiche Leseverständnis und Mathematik. Punkte gibt es für das Lösen von Knobel-, Sach- und Geometrieaufgaben.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord