Apen/Augustfehn - Mit einem Anbau an die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) in Augustfehn könnten in der Gemeinde Apen zahlreiche Raumprobleme an Schulen gelöst werden. Das Problem: Ein solcher (zweigeschossiger) Bau mit Klassen- und Fachräumen, Treppenhaus und sanitären Anlagen kostet viel Geld: rund 4,8 Millionen Euro – wie eine grobe Schätzung der Kosten durch die Gemeindeverwaltung ergab. Und das ist für die finanzschwache Gemeinde eine so große Investition, dass sie kaum finanziellen Spielraum für anderes hätte.
Deshalb haben sich während der jüngsten Schulausschusssitzung auch die Politiker darauf verständigt, das Thema nochmals ausführlich in den Ratsfraktionen zu behandeln. Voraussichtlich am Montag, 27. November, will man dann im Schulausschuss weiter beraten.
Nachdem Politik und Verwaltung vor der jüngsten Sitzung die Schulen besichtigt hatten, fasste Doris Siefert vom Schulamt der Gemeinde die Raumprobleme nochmals zusammen. Sowohl in der Schule Apen, zu der neben der Grundschule auch die beiden Außenstellen der Oberschule Augustfehn und des Gymnasiums Westerstede/Apen gehören, als auch in der Janosch-Grundschule Augustfehn I fehlten Mensaräume. Zu klein seien auch die Lehrerzimmer an der Janosch-Grundschule und an der Aper Grundschule. Beide Schulen benötigen obendrein weitere Klassenräume, so Siefert.
Schon jetzt platzten die Grundschulen aus allen Nähten, darüber hinaus bekämen sowohl die Aper als auch die Augustfehner Grundschule weitere Schüler durch die Grundschule Am Stahlwerk in Augustfehn II, die im nächsten Sommer aufgelöst würde, und durch die neuen Wohngebiete, die in Apen und Augustfehn entstünden.
Mehr Räume benötigt auch die neue IGS, die vierzügig sei (pro Jahrgang gibt es vier Parallelklassen) und die langsam auslaufende, ebenfalls vierzügige Oberschule (OBS) Augustfehn: Beide Schulformen benötigten Platz für differenzierten Unterricht. Dafür reichten die Räume der bisherigen Außenstelle der OBS in Apen nicht aus.
Ein Anbau an der IGS könnte viele Probleme lösen. Dann könne man die Außenstelle der OBS Augustfehn in Apen auflösen, alle OBS-Klassen würden künftig in Augustfehn untergebracht. Die freiwerdenden Räume in Apen böten Platz für mehr Klassen, ein größeres Lehrerzimmer und eine Mensa.
Die Raumprobleme an der Grundschule Augustfehn könnte man, so Siefert, lösen, indem die Schule Räume der benachbarten Bürgerschule erhalte. Gespräche mit dem Freizeit- und Kulturkreis Bokel-Augustfehn, der die Bürgerschule betreibt, verliefen erfolgsversprechend.
