APEN - Langfristig wird die Gemeinde Apen wohl nicht alle Schulstandorte halten können: Das geht aus einer Fortschreibung der Schülerzahlen für die kommenden Jahre hervor. Mit diesen Zahlen aus dem Schulentwicklungsplan des Landkreises Ammerland beschäftigte sich am Montagabend der Schulausschuss der Gemeinde.

Die prognostizierten Schülerzahlen seien stark rückläufig, so Bürgermeister Hans-Otto Ulken. Laut Vorausberechnung würden beispielsweise ab 2014 nur noch 24 Schüler in der Grundschule Apen eingeschult, für die Janosch-Grundschule in Augustfehn I werden 30 Schüler prognostiziert.

Schülerzahlen sinken

Bei den Grundschulen in Augustfehn II und Nordloh seien die Zahlen mit 13 beziehungsweise zwölf Kindern noch niedriger. Auch bei der Haupt- und Realschule Augustfehn und der Außenstelle des Westersteder Gymnasiums in Apen sei mit rückläufigen Anmeldungen zu rechnen. „Die Außenstelle des Gymnasiums könnte dann gefährdet sein. Doch das sind alles Planspiele, die lediglich eintreffen könnten.“

Kurze Wege für Kinder

Für Hermann Tammen (SPD) sollte weiter der Grundsatz „kurze Wege für kurze Beine“ gelten: „Wir sollten auf keinen Fall vorpreschen und Schulen schließen.“

Dem schlossen sich die übrigen Ausschussmitglieder an. Deutlich wurde aber auch, dass sich die Gemeinde in den kommenden Jahren intensiv mit der Problematik wird beschäftigen müssen.

Als Beschlussvorschlag wurde an den Rat der Gemeinde formuliert, keine Bedenken bezüglich des Schulentwicklungsplanes des Landkreises zu haben, so lange keine Änderungen zum Nachteil der Gemeinde Apen vorgenommen würden.

Ausgewogenes Angebot

Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde hinzugefügt, dass das gymnasiale Angebot auf dem Gebiet der Gemeinde Apen weiterhin zu erhalten sei. Rückläufige Schülerzahlen dürften aufgrund des vorgeschriebenen ausgeglichenen Bildungsangebotes im Landkreis nicht dazu führen, dass in der Gemeinde Apen kein gymnasiales Angebot mehr bestehe.

In dem Zusatz heißt es auch, dass gegebenenfalls auf die Außenstelle des Gymnasiums verzichtet werden könne, wenn das Niedersächsische Schulgesetz die Umwandlung der Haupt- und Realschule Augustfehn in eine Gesamtschule als Möglichkeit zulasse.

Alternative Gesamtschule

Dann sei der Schulentwicklungsplan umgehend neu fortzuschreiben.

Ferner sei darauf zu achten, dass der Landkreis bei der Einrichtung von Gesamtschulen auf ein ausgewogenes Bildungsangebot in allen fünf Ammerlandgemeinden und der Stadt Westerstede hinwirke.