APEN - Welche Auswirkungen eine neue private Schule auf die Gemeinde Apen und das Ammerland haben würde, darüber machen sich derzeit viele Gedanken. Zwar hat die Gemeinde keinen Einfluss auf die Ansiedlung der neuen Schule, muss sich jedoch überlegen, ob sie mit den künftigen Betreibern einen Nutzungsvertrag abschließen will. Wie berichtet, möchte die Initiative zwei Räume in der Janosch-Grundschule in Augustfehn I beziehen. Später sollen weitere Räumlichkeiten im Ripken-Gebäude hinzukommen.
Den Anstoß zur aktuellen Diskussion gab eine Ausschusssitzung am Montagabend (NWZ
berichtete). Hier waren auch Vertreter des Landkreises zu Wort gekommen. Eine integrative Schule im Ammerland bereichere die Schullandschaft, hieß es, wenn auch ein zentraler Standort besser geeignet wäre. Von diesem neuen Angebot könne aber auch ein regelrechter „Sog“ ausgehen und Schüler von anderen Schulzweigen abziehen, die hier bei ohnehin rückläufigen Zahlen fehlen könnten. Das müsse insbesondere mit Blick auf die Außenstelle des Gymnasiums in Apen, aber auch auf die gewünschte Oberschule bedacht werden.In der lebhaften Diskussion wurde deutlich, dass es in der Elternschaft noch großen Informationsbedarf gibt. Es sei beispielsweise nicht bekannt gewesen, dass die Initiative für einen längeren Zeitraum unter dem Dach der Janosch-Grundschule unterrichten wolle, monierte ein Elternvertreter aus der Zuhörerschaft.
Ein Meinungsbild einholen wird erst noch der Gemeindeelternrat. Der überwiegende Teil der Elternschaft hatte sich zwar seinerzeit für die Schaffung einer Integrierten Gesamtschule ausgesprochen, in diesem Fall handelt es sich aber um eine kostenpflichtige Privatschule. Ausgelotet werden soll dabei unter anderem, ob Kinder der Janosch-Grundschule und der Haupt- und Realschule Nachteile befürchten müssen, wenn Räumlichkeiten wie die Sporthalle oder das Labor gemeinsam genutzt werden.
Auch in den Schulen stehen Beratungen an. So teilte die Leitung der Haupt- und Realschule (HRS) Augustfehn mit, dass der Schulvorstand an diesem Mittwoch ausführlich über die Ansiedlung der Privatschule und mögliche Auswirkungen sprechen wird. Dann soll auch eine Stellungnahme abgegeben werden.
