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Kindertagesstätte Eltern fit für Erziehungsaufgaben

Erhard Drobinski

APEN - Neunzehn Erzieherinnen aus den Kindertagesstätten Apen und Gießelhorst dürfen sich jetzt zusätzlich „individualpädagogische Beraterin“ nennen. Das entsprechende Zertifikat wurde ihnen am Wochenende in der Evangelischen Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“ Apen überreicht. Die zusätzliche Ausbildung fand im Rahmen des Projektes „ELSA“ (Elternschule Ammerland) statt.

Die Fortbildung, die von den Teilnehmern in ihrer Freizeit wahrgenommen wurde, dauerte insgesamt gut zwei Jahre und wurde vom M.U.T.-Institut Oldenburg begleitet. Ralf Talleur und Ulrich Pfaffinger waren für die Vermittlung der entsprechenden Inhalte verantwortlich, um die teilnehmenden Erzieherinnen zu befähigen, professionelle Beratungen in der „Erziehungswerkstatt“ anzubieten.

Projekt auf drei Säulen

Das Projekt „Elternschule Ammerland“ steht auf drei Säulen. Mit dem Abschluss dieser Qualifizierung und der Aushändigung der Zertifikate wurde, so Ralf Talleur, „die erste Säule des „ELSA“-Projektes abgearbeitet“. Diese beschreibt die Ausbildung/Qualifizierung der Erzieher. Die beiden weiteren Säulen stehen zum einen für Angebote der Elternschule/Erziehungswerkstatt und zum anderen für gesellschaftliche Mitverantwortung. Mit dem „ELSA“-Projekt soll professionelle Elternarbeit in den Kindertagesstätten etabliert werden. Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe) und wird von der Hochschule Emden/Leer wissenschaftlich begleitet. Träger des Projekts ist die Evangelische Erwachsenenbildung.

Birte Engelberts vom „Nifbe“ lobte die Leistungen der Erzieherinnen, die noch am Sonnabendmorgen ihre Abschlussprüfungen absolvierten. „Geduld haben ist die große Prämisse in der Erziehung. Das haben die Prüflinge bewiesen.“ Mit dem Projekt wurde den pädagogischen Fachkräften ein Forum geschaffen, um pädagogische Ideen umsetzen zu können.

Vorbildcharakter

Professor Dr. Andrea Caby von der Hochschule Emden/Leer war voll des Lobes. „Was hier geschaffen wurde, ist einzigartig. Wir müssen schauen, ob andere Einrichtungen es übernehmen können.“

Dem Lob schloss sich auch der Bürgermeister der Gemeinde Apen, Matthias Huber, an. Er stellte fest, „dass wir in dieser Einrichtung nur hoch qualifiziertes Personal haben.“

Elternberatung

Mit der individualpädagogischen Elternberatung wurden Möglichkeiten geschaffen, Eltern durch die „offene Erziehungswerkstatt“ und Elterntraining fortzubilden, wie Elisabeth Spradau, frühere Geschäftsführerin der Evangelischen Erwachsenenbildung, betonte. Regelmäßige Themenabende und Eltern-Kind-Angebote werden zusätzlich zur Stärkung der Elternkompetenz angeboten, getreu dem Motto „Starke Eltern – starke Kinder“.

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