APEN - Wenn an diesem Sonnabend die erste Kinder- und Jugendkunstmesse eröffnet wird, dann blickt die Kunstwelt auf Apen. Hinter den Organisatoren liegen anstrengende Tage. Vieles musste vorbereitet und bedacht werden, beispielsweise die Unterbringung der auswärtigen Gäste, darunter 31 Bulgaren. „Etwa 50 Teilnehmer wohnen bei Gastfamilien, die unserem Aufruf gefolgt sind. Für andere, wie beispielsweise die Polen, konnten bereits bestehende Kontakte genutzt werden“, erzählt Initiator Thomas Rost. Auch das Schützenhaus wird zum „Hotel“. „Hier hat das DRK Feldbetten aufgestellt, damit dort eine Klasse aus Friedland übernachten kann.“

Nicht nur das Rote Kreuz, auch viele weitere Organisationen, Vereine und ehrenamtliche Helfer haben sich schon im Vorfeld der zweitägigen Veranstaltung für einen reibungslosen Ablauf der Kunstmesse eingesetzt. „Es machen alle mit: Das ist toll“, lobt Rost das Engagement der Bevölkerung. Unterstützung – auch finanzieller Art – gab es beispielsweise vom Einzelhandel, hinzu kamen viele weitere Spenden, um die Kosten von rund 20 000 Euro zu decken. „Es musste ja an alles gedacht werden, was zu einer Großveranstaltung gehört – vom Toilettenwagen über den Sicherheitsdienst und das Reinigungspersonal bis hin zur Beschallungsanlage.“

Für ihn persönlich sei es eine sehr schöne Erfahrung, dass Kunst in der Lage sei, etwas zu bewegen. Und so hat Rost sogar schon Resonanz von Galeristen, die sich für die Kunstmesse angemeldet haben, um dort neue Talente zu entdecken. Ausgestellt werden 300 Bilder, teilweise Großformate. Neben den Künstlern im Kinder- und Jugendalter gestalten viele weitere Aktive das Rahmenprogramm. Eingebunden sind allein hier einige hundert Menschen. Flankiert wurden die Vorbereitungen von der Gemeindeverwaltung. So kümmerte sich beispielsweise der Bauhof um vieles.

Für Bürgermeister Hans-Otto Ulken ist die Teilnahme an der „ApArt“ Ehrensache. Er sitzt u.a. in der Jury und verleiht den Kunstpreis am Sonntagnachmittag. „Ich finde es begrüßenswert, mit einer Messe das Kunstverständnis von jungen Leuten und vielleicht auch älteren zu wecken. Deshalb haben wir das Vorhaben auch von Anfang an unterstützt.“ Eine Veranstaltung dieser Größenordnung könne zum positiven Image der Gemeinde durchaus beitragen, findet Ulken.

Er und Rost sind nun gespannt auf das Wochenende. An diesem Sonnabend wird es von 10 bis 24 Uhr durchgängig Programm geben, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Die Veranstaltungen finden im gesamten Ortskern rund um die Schule statt.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede