Edewecht - Selbst ist die Frau: Diese Devise galt jetzt für sechs Erzieherinnen aus drei Kindertagesstätten, die in Edewecht an einem besonderen Seminar teilnahmen: Sie legten auf dem Außengelände der Kindertagesstätte ein Totholz-Käfer-Beet an. Vor dem praktischen Einsatz stand die Theorie: Die Erzieherinnen erfuhren, welchen Sinn ein solches Beet hat und wie und wo man es anlegt.

Dass die Veranstaltung in der Kita Edewecht stattfand, hat seinen Grund: Die Einrichtung gehört bundesweit zu 200 ausgewählten Kindergärten, die im Netzwerk „Kinder-Garten im Kindergarten“ organisiert sind. „Kinder-Garten im Kindergarten“ ist ein Projekt des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und hat das Ziel, schon die Kleinsten für die Natur und den Artenschutz zu begeistern. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Ein Totholz-Beet, so heißt es, sei alles andere als tot: Es diene als neuer Lebensraum für kleine Tiere wie Käfer, Wildbienen, aber auch Eidechsen, Fledermäuse, Eichhörnchen und Vögel sowie Pilze und Moose. Kindergartenkindern eröffne es viele Möglichkeiten, die Natur zu erleben, wenn sie zum Beispiel Mauerbienen schlüpfen sähen, Hirschkäfer vorsichtig berühren könnten oder Libellen summen hörten. Gebaut wurde das Beet aus allerlei Holz, das Eltern von Kindergartenkindern, der Bauhof der Gemeinde und Erzieherinnen zur Verfügung stellten.

An dem Seminar in Edewecht nahmen die Edewechter Erzieherinnen Monika Seif, Sandra Cramer, Sigrid Feldmann und Silke Albers teil. Aus dem Oldenburger Kindergarten Schützenweg kam Christine Belisar dazu und aus Jaderberg von der Kita „Strandläufer“ Rena Bachmann. Geleitet wurde das Seminar von Julia Meier aus Potsdam.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede