ATENS - Vier zusätzliche Klassenräume entstehen. Sie sind für den Schulzweig „Geistige Entwicklung“ vorgesehen.
von norbert hartfil
ATENS - Während in den Regelschulen die Schülerzahlen sinken, verzeichnet die Förderschule in Atens genau die entgegengesetzte Entwicklung. Entsprechend groß ist die Raumnot. Der Platzmangel an der Schule am Siel hat schon dazu geführt, dass eine Trennwand durch den Filmraum gezogen wurde, um zwei provisorische Klassenzimmer zu schaffen. Doch jetzt ist ein Ende des Notstandes in Sicht: Auf dem rückwärtigen Schulgelände haben die Arbeiten für einen Erweiterungsbau begonnen.Auf einer Fläche von 414 m² entstehen für den Schulzweig „Geistige Entwicklung“ vier Klassenzimmer und die dazu gehörenden Nebenräume. Von den 192 Mädchen und Jungen, die an der Schule am Siel unterrichtet werden, besuchen 60 diesen Zweig für geistig Behinderte. Die verbleibenden 132 Schüler sind dem Schwerpunkt „Lernen“ zugeteilt.
Der Beginn der Bauarbeiten war gestern Anlass für eine kleine Feier, bei der Vize-Oberkreisdirektor Michael Höbrink den offiziellen Startschuss für das Projekt gab. Er bezeichnete die im vergangenen Jahr getroffene Entscheidung des Kreistages, 580 000 Euro in die Schulerweiterung zu investieren, als richtig. Dadurch werde die Schule am Siel „noch schöner und lebendiger als sie ohnehin schon ist“.
In einer ersten Erweiterungsmaßnahme hatte der Landkreis 2002 einen neuen Sanitärtrakt errichten lassen. Daran schließt sich der jetzt begonnene Neubau an. Die Planungen stellten gestern der Kreisbaudirektor Rolf Lange und der Leiter der Liegenschaftsverwaltung, Heinz Hannemann, vor. Hannemann geht davon aus, dass der verklinkerte Flachbau im Dezember bezugsfertig ist.
Schulleiter Jan Bahlmann erklärte die steigenden Schülerzahlen im Bereich „Geistige Entwicklung“ in erster Linie damit, dass sich dieser 1996 eingerichtete und bis zur 12. Klasse laufende Schulzweig noch im Aufbau befinde. Zudem hätten Zuzüge die Zahlen ansteigen lassen.
Die Kosten für den Erweiterungsbau muss der Landkreis alleine aufbringen. Zuschüsse von Bund und Land stehen dafür nicht zur Verfügung.
