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Projektwoche Auch die Gäste dürfen experimentieren

Christian Schöckel

Atens - War das ein Fest! Abwechslungsreich, informativ, voller Action, einfach schön. Und auch Petrus gab sein Bestes: Die Schule am Siel feierte am Sonnabend den Abschluss ihrer Projektwoche und der Förderverein sein 20-jähriges Bestehen.

Alle waren gekommen: Eltern und Freunde, Ehemalige und Förderer. Mit dabei natürlich auch die 123 Schüler sowie die 55 Lehrer und Betreuer. Sie präsentierten ihre Arbeitsergebnisse, ließen ihre Gäste experimentieren und genossen natürlich auch selbst die kleine, aber vielseitige Erlebniswelt, bei der beispielsweise am Lagerfeuer Stockbrot gebacken oder auf einem breit abgesteckten Parcours Mini-E-Car gefahren werden konnte.

Familienband Jasch singt

Die Nordenhamer Jugendfeuerwehr hatte Wasserspiele vorbereitet und der Förderverein eine Grillstation eingerichtet und viele attraktive Preise in ihrer Jubiläums-Tombola ausgelobt. Dazu gab’s eine witzige Modenschau mit selbst geschneidertem Outfit und ein Debüt der Schulband. Gemeinsam mit allen Schulpartygästen sang die Nordenhamer Familienband Jasch ihr Nordenham-Lied.

Fünf Tage lang hatten die Schülerinnen und Schüler der Schule am Siel arbeitsteilig in zwölf Gruppen zum Projektmotto „Experimente“ geforscht. Die Bandbreite ihrer kleinen Vorhaben war riesig. Zum Thema Feuer beispielsweise wurde geschmiedet und bei der Feuerwehrwache an der Strehlener Straße kontrolliert Feuer gelegt und gelöscht. In Zusammenarbeit mit Studenten der Fachhochschule Bremerhaven bauten sie kleine, intelligente Roboter aus Lego und programmierten sie.

Die Religionen entdeckt

Zum Stichwort Lebensmittel fragten sie, wie das Ei in eine Flasche kommt und erfuhren, dass mit Backpulver nicht nur gebacken werden kann, sondern dass sich Backpulver durchaus auch als Antrieb für kleine Raketen eignet. Mit sämtlichen Religionen beschäftigte sich die Arbeitsgruppe „Zusammenleben und Glaubenswelten“. Dazu gehörten der Besuch von Nordenhamer Kirchen, einer Moschee und der Synagoge in Oldenburg sowie das Gespräch mit den dortigen Jesiden.

Sie wanderten im Watt und suchten nach Kleinstlebewesen am Strand und im Wasser. In der Künstlerwerkstatt wurden Objekte zusammengebaut, die jetzt die Schulflure verschönern, im Mathematiklabor experimentierten die Schüler im Spiel mit Zahlen und in der Gruppe „Kling-Klang-Klöter“ gingen sie in Zusammenarbeit mit Studenten der Universität Oldenburg dem Phänomen des Schalls nach. Dazu gehörte auch ein Praxistag an der Uni selbst. „Alles lief bestens. Es gab eine fantastische Zusammenarbeit mit den Eltern – sowohl an den Projekttagen selbst als auch heute beim Schulfest,“ zogen die Leiterin der Schule am Siel, Karen-Silke Seemann, und die Lehrerin Cornelia Helmel-Wieczorek, bei der vor dem Fest alle Fäden zusammenliefen, schon gegen Mittag eine erste ausgesprochen positive Bilanz.

„Wir stellen fest, dass sich die Eltern immer stärker für unsere Schule interessieren und sich hier gemeinsam mit uns engagieren. Das ist einfach toll!“

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