Eversten - Immer montags ab 12.10 Uhr stehen 13 Schülerinnen und Schüler parat, um den Stall zu säubern, frisches Wasser für die Hühner bereit zu stellen, die Eier aus den Legekästen zu holen und natürlich die Hühner zu füttern. „Es macht einfach so Spaß, sich um die Hühner zu kümmern“, sagt Wyatt, 9 Jahre alt.

Zuerst bewohnten vier Hühner den Stall, dachte die Schule zumindest. Die Tiere wurden größer und es war klar: Hier stimmt etwas nicht. Ein Huhn war gar kein Huhn, sondern ein Hahn. „Franz“ entwickelte allerdings ein aggressives Verhalten und fing an, die anderen Hühner, aber auch gegen Schüler, zu picken. Daraufhin wurde er von der AG-Leiterin Edith Engeler an den Geflügelzuchtverein Oldenburg gegeben, der ihn geschlachtet hat. Nun wohnen die Hühner Ella, Aila und Lucky in einer Frauen-WG und verstehen sich prächtig.

Frisches Grünfutter bekommt die AG aus der schuleigenen Mensa. Die Kinder sind außerdem ständig auf der Suche nach Regenwürmern für die Hühner. Die eingesammelten Eier, jedes Huhn legt pro Tag eines, werden an jedem Freitag in der Schule für 20 Cent verkauft. Es dauert meist nur wenige Augenblicke bis die Eier restlos verkauft sind. „Die Eier sind super lecker!“, erzählt Carl, 9.

Für die anderen Schülerinnen und Schüler hat die AG eine große Infotafel erstellt. Hier werden Bilder der Hühner und deren Namen, wie der Stall aufgebaut ist und wann die Eierverkauf ist, dargestellt.

Allerdings versorgen die Kinder nicht nur Hühner, sondern auch einen eigenen Garten. Blaubeeren und Himbeeren wurden schon gepflanzt, Gemüse soll nun folgen.

AG-Leiterin Edith Engeler ist mittlerweile auch Mitglied im Geflügelzuchtverein Oldenburg, der die Schule auch in Fragen nach artgerechter Haltung und der Fütterung berät. Auch eine Brutmaschine bekommen die Schülerinnen und Schüler demnächst vom Verein gestellt. Befruchtete Eier sollen ausgebrütet werden. „Bis zu sechs Hühner könnten wir in unserem Stall halten, dann wird es zu eng“, sagt Edith Engeler. Die Schule wird aber auch aus anderen Kreisen unterstützt. So vollzog ein Tierarzt, Vater eines Kindes, die Wurmkur der Hühner kostenfrei für die Schule.

Die ehrenamtliche Unterstützung ist groß an der Grundschule Staakenweg. Dies wurde auch gerade wieder bei der Präsentation einer kürzlich durchgeführten Projektwoche deutlich. Der Förderkreis konnte hier viele neue Anschaffungen für die Spielzeugausleihe präsentieren. Auch das Grillen der Bratwürste auf einem neuen Grill und die Cafeteria wurden vom Förderkreis übernommen.

Ehrenamtlich geleitet wird seit vielen Jahren auch die Bücherei der Schule. Claudia Bode ist immer noch federführend beteiligt, und das obwohl es schon 12 Jahre her ist, dass ihr eigener Sohn eingeschult wurde. Mittlerweile umfasst die Bücherei fast 4500 Bücher.

Aber nicht nur ehrenamtlich war bei der Projektwoche viel los. Die Kinder bauten ein Hochbeet auf dem Abenteuerspielplatz und Yoga konnte erlebt werden. Über 20 Angebote belebten den Schulhof.