Altenoythe - Ihr geschmückter Wanderstab gefällt Nancy Kessel besonders gut. Den will sie als Andenken an ihren Pilgertag aufheben: „Der steht jetzt zu Hause im Flur.“ Die zweite Erinnerung an den Pilgertag „El Camino 2013“ wird schon in wenigen Tagen verblasst sein – der kräftige Muskelkater, der der jungen Frau noch am Freitag beim Pressegespräch ein wenig zu schaffen macht.
Gemeinsam mit 21 Kollegen aus der Werkstatt des Caritas Vereins Altenoythe, Schülern der Berufsbildenden Schulen Friesoythe und der Heinrich-von-Oytha-Schule Altenoythe war Nancy Kessel am Donnerstag gepilgert.
„El Camino 2013 – gemeinsam auf dem Weg“: Unter diesem Titel hatten das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta und das Bistum Osnabrück auf Initiative des Caritas Vereins Altenoythe hin zu der Pilgertour eingeladen. In insgesamt zehn Etappen pilgern in diesen Tagen Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam auf dem Jakobsweg von Bremen nach Osnabrück. Auf dem dritten Teilstück von Harpstedt nach Wildeshausen sind nun die Altenoyther und Friesoyther mitgelaufen. „Das waren 16 Kilometer“, erklärt Nancy Kessel. Nein, Blasen an den Füßen habe sie keine. Nur besagten Muskelkater. Ansonsten waren viele Rollstuhlfahrer in der Gruppe dabei. Für Hermann Lücken aus Altenoythe und seinen Elektrorollstuhl wäre die Etappe fast zu lang gewesen: sein Akku machte schlapp. Aber alles kein Problem, schließlich wurde die Gruppe von vielen Helfern begleitet.
