Barßel - Die 16-jährige Judith hat sich einen langersehnten Traum erfüllt: „Schon immer wollte ich einen Panzer bauen – die Chance habe ich jetzt genutzt“, erzählte die Realschülerin aus Barßel. Zusammen mit ihren Mitschülern aus der Integrierten Gesamtschule (IGS), der Hauptschule und der Realschule im Schulzentrum Barßel hat sie am Projekt „Fahrzeuge der Zukunft“ teilgenommen. Gezeigt wurden die Ergebnisse am Montag in einer schulinternen Ausstellung.
„Seit August haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Projekt beschäftigt“, erzählte Dietmar Trimpop. Als Techniklehrer unterrichtet er in allen drei Schulformen und hat so die gemeinsame Ausstellung auf die Beine stellen können.
Projekt mit 50 Schülern
Gut 50 Schüler aus den Klassenstufen sechs bis zehn haben ihre Arbeiten präsentiert – und die konnten sich sehen lassen. „Einige Mädchen und Jungen haben sich mit Marsfahrzeugen beschäftigt, andere haben Modelle von Expeditionsfahrzeugen gebaut“, erklärte Trimpop. Auch einige Amphibienfahrzeuge und Solarflugzeuge waren unter den Exponaten.
Patrick und Caren haben sich für ein etwas außergewöhnlicheres Fahrzeug entschieden: „Wir haben ein Segway gebaut. Unseres hat aber im Gegensatz zu den heutzutage gängigen Modellen vier statt zwei Räder“, erklärten die beiden 16-jährigen Realschüler. „Auf unserem Segway steht man sicherer“, meinte Caren. Gefertigt haben die beiden ihr Modell aus Holz und Metall.
Andere Schüler haben sich mit Autos der Zukunft beschäftigt. „Sie haben fast alle auf Hybridantrieb gesetzt“, berichtete Trimpop. Eine Ausnahme stellte das Modell von Jan-Luca dar. Sein weißer Flitzer mit neonfarbenen Akzenten soll auf einer Magnet-Schwebebahn fahren, erklärte er.
Die Schülerinnen und Schüler sollten aber nicht nur Modelle anfertigen: „Bevor es ans Bauen ging, haben alle ihre Ideen gezeichnet. Die Teilnehmer aus den höheren Jahrgängen mussten sich außerdem noch mit den technischen Daten ihrer Fahrzeuge auseinandersetzen“, erklärte der Techniklehrer. Nach ausführlicher Recherche mussten sie beispielsweise festlegen, wie viele PS ihre Gefährte wohl hätten. „Das war schon eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, deshalb bin ich wirklich sehr zufrieden mit den Ergebnissen“, meinte Trimpop.
Als Belohnung für die Arbeit, organisierte der Lehrer eine Ausstellung für die Schüler, während der sie ihre Modelle der ganzen Schule präsentieren durften.
So entstand der Panzer
Auch Judith nahm sich gerne Zeit, ihrer Mitschülerin Lorine Fragen zum Panzer zu beantworten: „Ich habe mir viele Fotos im Internet angeschaut und überlegt, was mir an den verschiedenen Modellen am besten gefällt“, erklärte sie ihre ersten Arbeitsschritte. Ihr Modell sei daher eine Kombination aus drei verschiedenen Panzern. „Nachdem ich dann diverse Zeichnungen angefertigt hatte, konnte ich mit dem Bauen anfangen“, berichtete sie. Anschließend habe sie das Fahrzeug noch aufwendig bemalt. „Wir haben fast ein Schuljahr lang an dem Projekt gearbeitet, etwa drei Stunden in der Woche“, so die 16-Jährige. Zeit, die Judith gerne in ihren Panzer der Zukunft investiert hat – schließlich hatte sie schon so lange davon geträumt.
