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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Auf Signale des Körpers achten

09.07.2011

DARMSTADT Leistungsdruck kennt fast jeder. „Die Anforderungen steigen immer mehr. Viele gönnen sich kaum noch Pausen, sind ständig verfügbar“, sagt die Psychologin Claudia Schmeink aus Darmstadt. Das führe in manchen Fällen zu enormem Druck bis hin zu einem Burnout.

„Wie und ab welchem Level Leistungsdruck empfunden wird, ist sehr individuell“, sagt der Offenbacher Psychologe Werner Gross. Dabei hat der Druck in der Regel zwei Komponenten. „Es gibt die externe Komponente, also objektive Anforderungen“, erklärt Schmeink. Und dann gibt es die interne Komponente. Bei der geht es mehr darum, wie die jeweilige Person mit den Anforderungen umgeht.

Die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert glaubt, dass das Empfinden von Leistungsdruck oftmals ein Ausdruck fehlender Anerkennung ist. „Natürlich hat das Wort Leistungsdruck eine negative Konotation. Denn wenn es eine Herausforderung ist, empfinde ich das nicht als Druck, sondern als Motivation“, sagt sie. Und Werner Gross fügt hinzu: „Fordern ist gut, überfordern ist nicht gut.“

Allerdings ist es gerade in unserer Leistungsgesellschaft extrem schwierig, Ausgeglichenheit zu erlangen. „Zu sagen, ‘Ich schaff das nicht’, führt in vielen Branchen zu einem enormen Imageverlust“, sagt der Offenbacher Psychologe. Das sei oft sogar im Privaten schwierig, da die meisten Menschen nicht nur im Beruf unter Anspannung stünden. Wichtig ist, dagegen zu steuern.

Das ist natürlich leichter gesagt als getan. „Es sind ja oft die eigenen Glaubenssätze, die man meist schon als Kind mitbekommen hat, die einen zur Leistung anleiten“, gibt Schmeink zu bedenken. Sie rät dazu, die „Antreiber“ des eigenen Handelns zu erkunden und zu hinterfragen.

Da helfe es, mit Adlerblick das eigene Leben zu betrachten. Das schaffe in der Regel eine gesunde Distanz. „Dann kann man sich fragen, was man denn eigentlich im Leben erreichen will“, rät die Psychologin. Allerdings sollte das nicht wieder an einen Leistungsgedanken gekoppelt sein. „Wichtig ist, sich zu fragen, wo die Quelle für den empfundenen Leistungsdruck liegt“, sagt Karriereberaterin Hofert. Dann gelte es nach Lösungsansätzen zu suchen. „Dann muss man sich überlegen, ob man tatsächlich den Job wechselt, man muss seine eigenen Werte hinterfragen oder sich entscheiden, nur noch Dienst nach Vorschrift zu machen.“

Einig sind sich die Psychologen, dass der Mensch nur begrenzt belastbar ist. Werner Gross rät Stressgeplagten, sich positive Scheuklappen anzulegen und nicht jedem Hasen nachzujagen. „Ein klares Indiz für Überforderung ist, wenn man nicht einschlafen kann, nachts aufwacht oder zu früh aufwacht“, sagt er. Er rät zu Ruhepausen. Bei manchen reiche es schon aus, zeitweise das Handy auszuschalten. „Den körperlichen Prozessen ist oft schon mit Sport beizukommen, um erstmal die Stresshormone abzubauen“, sagt Karriereexpertin Claudia Schmeink. Langfristig sei es aber oft sinnvoll, mit professioneller Hilfe Einstellungsänderungen zu entwickeln.

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