Stollhamm - Während es drinnen in der Küche verführerisch nach selbst gemachten Kartoffelpuffern duftet, rühren die Kinder draußen in einer alten Bratpfanne die „Vorsuppe“ an – Split und eine Prise Erde. Ferienbetreuung im und am Gemeindehaus in Stollhamm: Die Sonne scheint, alle haben ihren Spaß, und die Eltern sind froh, ihre Kinder in guten Händen zu wissen.

Trägerin der Ferienbetreuung ist in diesem Jahr erstmals nicht mehr die Gemeinde Butjadingen. Die Regie hat die ausgebildete Tagesmutter Maren Heinen-Gahr. Die Gemeinde hatte, wie Bürgermeisterin Ina Korter bestätigt, nach einem neuen Träger gesucht, hatte unter anderem beim CVJM nachgefragt. Einig geworden war sie sich letztlich mit Maren Heinen-Gahr, bei der nun die gesamte Zuständigkeit liegt. Sie setzt fünf weitere Tagesmütter ein, erhält Unterstützung vom Familien- und Kinderservicebüro Butjadingen, außerdem einen Zuschuss von der Gemeinde in Höhe von 1000 Euro.

Die müssen nicht nur für die Sommer-, sondern auch für die bereits gelaufene Oster- sowie für die kommenden Herbstferien reichen. Ob die Rechnung aufgeht und sie die Ferienbetreuung auch im kommenden Jahr anbieten wird, könne sie erst im Herbst sagen, so Maren Heinen-Gahr.

Selbst wenn das nicht klappen sollte, müssten sich Eltern keine Sorgen machen. Eine Ferienbetreuung werde es auch 2017 in jedem Fall geben, betont Ina Korter. „Der Gemeinde ist das wichtig. Wir wollen das weiterhin anbieten“, sagt sie. Wichtig ist die Möglichkeit, ihre Kinder in den Ferien betreuen zu lassen, auch den Eltern, bestätigt Sylke Wulff, Leiterin des Familien- und Kinderservicebüros. „Manche Eltern buchen bereits im Januar für das ganze Jahr, um planen zu können“, berichtet sie.

Die aktuelle Ferienbetreuung, die über drei Wochen lief, endet an diesem Mittwoch. Und auch wenn Maren Heinen-Gahr sich gewünscht hätte, dass noch mehr Eltern das Angebot nutzen, fällt die inhaltliche Bilanz positiv aus. Bis zu zwölf Kinder tummelten sich im Gemeindehaus, spielten und tobten im Pfarrgarten, kochten mittags gemeinsam und waren beim Basteln kreativ.

Höhepunkte waren zwei Ausflüge. Einer führte die Kinder auf die Umweltstation in Iffens. Dort haben sie nicht nur Seifengeblasen gemacht, die „von gestern bis morgen“ halten, wie der fünfjährige Ben erzählt. Sie haben auch Eier zum Schweben gebracht. „Mit einem Magneten und ganz viel Salz“, berichtet der sechsjährige Pitt. Und dann ging’s auch noch zur Moorseer Mühle. Lina (4): „Da haben wir gebacken. Und wir haben uns die Schafe angeguckt und sie gefüttert.“