Jever - Ob das Abiturzeugnis tatsächlich wesentlich mehr ist, als „ein Fetzen Papier mit dem Wert einer Teilnahme-Urkunde bei den Bundesjugendspielen“, wie es die Lehrer Thore Bicker und Ralf Boës scherzhaft in ihrer parodistischen Einlage „Time of your Life“ bezeichneten, wird sich in der nächsten Zeit zeigen.

Denn am Donnerstag verabschiedete das Mariengymnasium Jever in der rappelvollen Stadtkirche 132 Abiturientinnen und Abiturienten. Hinter ihnen liegt eine anstrengende Zeit mit vielen Klausuren – insgesamt wurden 552 korrigiert– und 185 mündlichen Prüfungen. Aber es war auch eine Zeit, an die sie sich in der Zukunft gerne zurückerinnern werden.

Für sie beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, der mit etwas Wehmut aber auch viel Freude begangen wird. Schulleiter Frank Timmermann wünschte den Abiturienten in Anlehnung an die Nestflucht des Austernfischers „einen guten Flug“. Die Menschheit stehe vor großen Problemen, die es zu lösen gelte. Er wünsche sich, dass die ehemaligen Schüler des Mariengymnasiums in Zukunft an Lösungsansätzen mitarbeiten. „Wir brauchen junge, engagierte Menschen wie Sie“, betonte er. Viele hätten bereits während ihrer Schulzeit unter Beweis gestellt, dass sie dazu in der Lage seien. Für großes Engagement in der Flüchtlingshilfe lobte er Hutham Hussein, Alena Beck und Felicia Riethmüller.

Bei all der Neugier mit der die Absolventen nun in die Welt aufbrechen, sollten sie ihre Wurzeln nicht vergessen: „Unsere Tür steht offen.“

Jahrgangssprecher Lars Luhr dankte Eltern und Lehrern für die Unterstützung in den vergangenen Jahren und betonte, dass der Jahrgang, der sich aus Schülern des ehemaligen Außenstandorts in Schortens und jenen aus Jever zusammensetzt, gut zusammengewachsen sei.

Der stellvertretende Schulelternratsvorsitzende Arthur Schmidt richtete den Blick auf das Wesentliche: „Sie haben Abitur – machen Sie was draus“, gab er den Absolventen mit auf den Weg.