Hohenkirchen - Rente, Mindestlohn und Familienförderung – für die Jugendlichen der Klasse 10bR der Oberschule Hohenkirchen sind das die wichtigsten Themen in den Parteiprogrammen zur Bundestagswahl am 22. September.

Sie haben im Politikunterricht mit Lehrerin Astrid Wenten in Gruppen die Parteiprogramme von CDU, FDP, Grünen, Linke, Piraten und SPD analysiert. Plakate mit den wichtigsten Punkten bieten einen schnellen Überblick.

„Rente ist für uns ein wichtiges Thema, denn wir müssen uns fragen, ob es überhaupt noch Rente gibt, wenn wir einmal so weit sind“, sagt Tobias. Genau so wichtig: das Renteneinstiegsalter. „Vielleicht müssen wir lebenslang arbeiten – und brauchen dann gar keine Rente“, meint er.

Ebenfalls wichtige Themen für die 15- und 16-Jährigen, die die Schule bald abgeschlossen haben werden: Arbeitsstellen, Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern und der Mindestlohn. „Wir wünschen uns alle Ausbildungs- und Arbeitsplätze“, sagt Mathes. „Im Wangerland ist es allerdings schwierig, etwas zu finden.“ Ein gut ausgebauter Nahverkehr ist deshalb ein weiterer Punkt, den die Jugendlichen auf ihrer Themenliste stehen haben.

Festgestellt haben die Gruppen, dass in allen Wahlprogrammen der Ausbau des schnellen Internets zu finden ist. „Das ist eigentlich ein Thema der Piraten – wahrscheinlich haben die anderen Parteien das Internet in ihre Programme aufgenommen, um gezielt Jüngere anzusprechen“, meint Pia.

Die FDP ist den Jugendlichen ebenfalls aufgefallen: „Das ist die einzige Partei, die die Steuern definitiv senken will“, berichtet Nico. Und die FDP spricht sich als einzige Partei gegen eine Frauenquote aus, hat Nina festgestellt.

Während der Vorstellung der Parteienpositionen fallen immer wieder Begriffe wie Solidarpakt, Legislaturperiode, Eurobonds – sie werden dann direkt erklärt, auch mit Hilfe von Astrid Wenten.

Bis zu diesem Mittwoch müssen sich die Jugendlichen der 10bR entschieden haben, welche Partei sie wählen wollen. „Dazu schaue ich mir an, welche Ansichten die Parteien vertreten und wie sie mit meinen Ansichten übereinstimmen“, erklärt Pia. Die Plakate, die die Schüler zu allen großen Parteien erstellt haben, helfen dabei.

Dann geben sie bei der Schülerwahl der NWZ  selbst ihre Stimme ab – genau wie Jugendliche an allen anderen weiterführenden Schulen im Jeverland und an zahlreichen weiteren Schulen im Oldenburger Land.

Das Ergebnis der Schülerwahl im Oldenburger Land wird am 16. September auf Sonderseiten in der NWZ veröffentlicht.