AUGUSTFEHN - Das war eine besondere Reise für viele der 23 Schülerinnen und Schüler aus den neunten Klassen der Haupt- und Realschule Augustfehn. Rund fünf Tage waren sie in Posen (Poznan) und tauchten dort in eine andere Kultur ein. Es handelte sich um einen Gegenbesuch: Im vorigen Jahr hatte eine Gruppe aus der polnischen Stadt die Gemeinde Apen kennen gelernt (NWZ berichtete).
Vor allem die polnische Gastfreundschaft überraschte die Jugendlichen, die privat in Familien untergebracht waren. „Es wurde wirklich alles in Bewegung gesetzt, damit man sich wohl fühlt. Sogar zum Abschied gab es noch Geschenke“, schwärmt Nadine von ihren Erfahrungen. Kristina kann das bestätigen. „Die Familie hatte sehr wenig Geld und trotzdem wurde alles mögliche gekauft wegen meines Besuchs gekauft.“ Im Alltag konnten die Gäste aus dem Ammerland viele Unterschiede feststellen. „Die Gärten sehen anders aus als unsere. Wo wir Rasen haben, wird dort Gemüse angebaut“, nennt Nadine ein Beispiel. Vieles sei noch im Aufbau, findet Kristina. „Manche Häuser wirken verfallen. Jetzt wissen wir, wie gut es uns geht.“
Die Mischung zwischen Erleben und Lernen kam bei den Teilnehmern, die von Hauke Behrens, Hans-Hermann Pastoor und Birgit Pitson begleitet wurden, gut an. Gemeinsame Besichtigungstouren und Grillabende standen ebenso auf dem Programm wie Unterrichtsprojekte und eine Stadtrallye, bei der polnische und deutsche Schüler die Umgebung erkundeten.
Ziel des vom Landkreis Ammerland und Deutsch-polnischen Jugendwerk geförderten Treffens war es, Vorurteile abzubauen und die Besonderheiten der polnischen Kultur kennen zu lernen. Vom Ergebnis konnten sich die Lehrer beider Nationen überzeugen. Die Schüler beschrieben am Anfang ihres Aufenthaltes ihr Bild von Deutschland sowie von Polen und schrieben am Ende ihres Treffens auf, was sich durch den engen Kontakt und den Erfahrungsaustausch verändert hatte.
Für Kristina jedenfalls steht fest: „So einen Austausch kann ich nur jedem empfehlen. Das ist eine tolle Erfahrung.“
