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Bildung Ein Klimawandel mit positiven Effekten

Sebastian Kelm

AUGUSTFEHN - Überall auf der Welt versuchen Umwelt-Experten, die Folgen des Klimawandels zu stoppen. In Augustfehn hingegen wird dieser sogar noch gefördert – und die Eltern der Haupt- und Realschüler sollen dabei auch noch mithelfen.

Natürlich geht es aber beim Klimawandel an der HRS nicht um globale Erwärmung, sondern vielmehr um eine sonnigere Lern-Atmosphäre. „Ich finde unsere Schule toll, doch leider hat sie nicht überall einen so guten Ruf. Zu verbessern gibt es allerdings einiges“, sagt Schulelternsprecher Rolf Fittje. Er denke da etwa an die vielen Unterrichtsausfälle, die wenigen Unternehmungen im Klassenverbund und fehlende persönliche Nähe zwischen Lehrern und Schülern.

Bei einem Schulentwicklungstag im November waren Projekte für Lehrer ins Leben gerufen worden. Eines davon ist die Gruppe „Klimawandel“, zu der die Pädagogen Ragna Johnsen, Johann de Vries und Ingo Zach gehören – und nun mit Fittje auch ein Elternvertreter. „Der Plan ist, dass sich vor allem Eltern mit eigenen Ideen einbringen, wie das Schulklima verbessert werden kann“, erklärt Fittje. Später sollen sich in einem dritten Schritt auch die Schüler selbst in der Gruppe engagieren können.

Ein möglicher Ansatz sei zunächst, Eltern dafür zu gewinnen, bei der Berufsorientierung im Unterricht mitzuwirken und die Schüler an ihrer Praxiserfahrung teilhaben zu lassen. „Bei über 500 Schülern hier an der HRS gibt es auch gut 1000 Elternteile“, rechnet Fittje vor. „Und die sind in unterschiedlichen Bereichen tätig, von denen sie berichten könnten. Und andere haben zu Hause vielleicht einen Teich, der sich für eine Exkursion im Biologie-Unterricht eignen würde.“

Wenn Eltern mit dem schulischen Angebot in Augustfehn unzufrieden seien, dürfe kein Frust aufgebaut werden. Jeder könne schließlich etwas unternehmen, meint Fittje. „Es kann nicht sein, dass sich Eltern beim Gespräch an der Käsetheke darüber aufregen, was an der Schule nicht richtig läuft. Wir wollen allen Kritikern ein Instrument geben, durch das sie sich konstruktiv beteiligen können.“

Ein erster Gedankenaustausch soll bei einer „Klimakonferenz“ am 5. März an der HRS stattfinden (siehe Infokasten). Das globale Klima wird dort sicher nicht verbessert werden, das in Augustfehn womöglich schon.

Erstmalig

wird an der Haupt- und Realschule Augustfehn am Sonnabend, 5. März, eine „Klimakonferenz“ einberufen. Von 9.30 bis 13.30 Uhr sind Eltern in den Veranstaltungsraum, die Mensa und die Gruppenräume eingeladen, um Ideen zu entwickeln, wie das Schulklima verbessert werden kann.

Bis Montag, 21. Februar, können sich Eltern, die sich beteiligen möchten, per E-Mail an klima@ hrsaug.de über ein Online-Formular auf der Internetpräsenz der Schule oder durch Einwurf eines bereits verteilten Handzettels in den Kasten am Schulsekretariat anmelden.

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