Augustfehn - Was verbinden die Jungen und Mädchen der Augustfehner Kindergärten mit Weihnachten? Genau dieser Frage ist die 63-jährige Landkreis-Dozentin Ulrike de Vries, die Kindern seit 2001 Plattdeutsch beibringt, nachgegangen. Mit 46 Kindern aus den Kindergärten Augustfehn I und II entwickelte sie das Malbuch „Wiehnachsdöntjes“. Dies ist bereits ihr viertes Buch. Ihr Interesse für Kinder-Weihnachtsgeschichten ist bei einem Gespräch mit der fünfjährigen Samer entstanden: „Wir feiern Weihnachten immer bei McDonalds“, erzählte ihr die fünfjährige Libyerin. „Danach musste ich einfach anfangen zu schreiben“, scherzte Ulrike de Vries. Die Kurzgeschichten sind verschiedene Erlebnisse der Jungen und Mädchen aus Augustfehn, die russische, polnische, albanische oder libysche Eltern haben. „Bei uns gibt es zu Weihnachten ein ganz traditionelles polnisches Essen, nämlich Spaghetti“, schwärmte die fünfjährige Natalia. Der fünfjährige Emil berichtet der Plattdeutsch-Expertin über seinen Hund Apollo, der jedes Jahr den Weihnachtsmann anbellte – bis auf ein Jahr.
In dem einen Jahr war Apollo ganz ruhig. „Komisch war das. Mein Hund bellt eigentlich bei jedem, außer bei Papa“, berichtete der Junge. Für Ulrike de Vries ist der gesamte Entstehungsprozess zu dem Kinderbuch „witzig“ und auch „abwechslungsreich“. Nach der Fertigstellung soll jeder Kindergarten ein eigenes Buch bekommen. „Das haben sich die Jungs und Mädchen dann auch verdient“, erzählt sie.
Aktuell sind alle Geschichten fertig geschrieben. Demnächst malen die Kinder noch die Bilder zur Geschichte. Das Buch-Design hierfür steht ebenfalls noch aus.
Die erste Buchvorstellung findet am 20. Dezember ab 10 Uhr in der Kita „Das Nest“ in Augustfehn II statt.
