AUGUSTFEHN - Von allen Seiten gab es Lob für das Engagement von Gemeinde und Schule. 150 000 Euro wurden investiert.
von Kerstin Schumann
AUGUSTFEHN - Mit einem Festprogramm wurde gestern die Lernwerkstatt an der Haupt- und Realschule Augustfehn eingeweiht. Damit wurde nun auch offiziell die Bedeutung dieser Einrichtung gewürdigt. Es handele sich um ein „einmaliges Pilotprojekt“, schwärmte Ulrich Pätz, Referent im Niedersächsischen Kultusministerium, der die Grüße von Minister Busemann überbrachte.Die Lernwerkstatt sei ein wichtiges Bindeglied zwischen Schule und Betrieb und trage dazu bei, die Zukunftschancen der Jugendlichen zu verbessern. Indem Schule und Gemeinde ein Projekt solcher Größenordnung verwirklicht hätten, übernähmen sie landesweit eine Pilotfunktion. Pätz rief andere Schulen auf, diesem Vorbild zu folgen.
Bürgermeister Hans-Otto Ulken ließ noch einmal die Verwirklichung des Projektes Revue passieren. Rund 150 000 Euro hatte die Gemeinde für den Neubau eingeplant, in dem die Buchmanufaktur heute untergebracht ist. Ein Drittel steuerte der Landkreis hinzu, ein weiteres wurde als Darlehen aus der Kreisschulbaukasse gewährt und die restlichen 50 000 Euro brachte die Gemeinde aus eigener Kraft auf. Hinzu kamen erhebliche Eigenleistungen beim Innenausbau. Die ersten Maschinen wurden mit Hilfe von Agenda-Mitteln angeschafft.
Die Lernwerkstatt diene der Stärkung der Hauptschule, lobte auch Erster Kreisrat Heiko Meyer als Vertreter des Landkreises die gelungene Umsetzung des Vorhabens.
Rektor Dr. Ralf Drabent berichtete bereits von den ersten guten Erfahrungen mit der Buchmanufaktur. Dort würden für den Beruf wichtige Schlüsselqualifikationen vermittelt. Die Schüler würden unter anderem zu Pünktlichkeit und Sauberkeit ermuntert. Gleichzeitig werde ihr Verantwortungsgefühl gestärkt. Auch die handwerklichen Fähigkeiten würden theoretisch und praktisch trainiert. An die Betriebe appellierte er, Ausbildungsplätze bereitzustellen. Beim Kultusministerium warb er für eine finanzielle und personelle Unterstützung für das Pilotprojekt.
Kindergartenkinder und Schüler hatten bei der Feierstunde für die Gestaltung eines feierlichen Rahmenprogramms gesorgt. Bei einem Rundgang durch die Buchmanufaktur konnten sich die Besucher dann ein Bild von den Arbeitsabläufen machen.
