AUGUSTFEHN - Der letzte Schultag vor den Zeugnisferien war für die langjährige Sportlehrerin der Janosch-Grundschule Augustfehn, Petra Deetjen, der letzte Arbeitstag. Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Elternvertreter bereiteten der beliebten Sportlehrerin, den meisten als Peggy Deetjen bekannt, am Freitag einen stimmungsvollen und bewegenden Abschied in die passive Phase der Altersteilzeit. In der Sporthalle Mühlenstraße hatten Mädchen und Jungen ein langes Spalier gebildet, durch das Petra Deetjen hindurchlaufen musste. Zur Begrüßung sangen die Kinder ein Lied.
Am 1. Dezember 1969 begann für Petra Deetjen eine lange Schullaufbahn. Zu jener Zeit unterrichtete sie in den Gebäuden der heutigen Haupt- und Realschule an der Schulstraße. Dort war die Grund- und Hauptschule untergebracht. 1982 wurde sie zum neuen Standort der Grundschule in die Mühlenstraße abgeordnet, 1985 schließlich fest an die heutige Janosch-Grundschule versetzt.
Konrektorin Tina Börchers, die die Veranstaltung leitete, führte ein Interview mit der langjährigen Sportlehrerin. Und die Kinder staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass bis in die siebziger Jahre auch sonnabends Schulunterricht stattgefunden hat. In der damals einzigen kleinen Sporthalle an der Schulstraße wurden Schülerinnen und Schüler der damaligen Grund- und Hauptschule, Realschule und der Grundschule Augustfehn II im Sport unterrichtet. Oft mussten sich in jener Zeit zwei Klassen mit jeweils über 30 Schülern die kleine Sporthalle teilen.
Besonders in Erinnerung geblieben sind Deetjen amüsante Begebenheiten mit ihren Sportkindern. Davon gab sie anlässlich ihrer Verabschiedung einige zum besten. Ihren Sinn für Humor hat sich Peggy Deetjen immer bewahrt. „Einige Kinder sagten manchmal Mama zu mir, wenn sie mit mir sprachen. Zum Glück nicht Oma“, meinte sie schmunzelnd.
