AUGUSTFEHN - Eine Gruppe Jugendlicher steht um einen Kickertisch herum. Sie setzen die Stangen ein und montieren mit einem Schraubendreher die Spielfiguren. „Und der Billard-Tisch muss auch noch aufgebaut werden“, stöhnt einer von ihnen.
Im Obergeschoss des Anbaus der Haupt- und Realschule in Augustfehn gibt es in diesen Tagen viel zu tun. Dort zieht, wie berichtet, das Jugendzentrum Augustfehn ein. „Am Montagnachmittag um 15 Uhr will ich hier starten“, sagt Jugendpfleger Renke Thye.
Mietvertrag ausgelaufen
Nachdem der Jugendtreff MixxTeenz Anfang Oktober geschlossen worden war, weil der Mietvertrag ausgelaufen war, mussten Jugendliche aus Augustfehn vorübergehend ins Jugendhaus in Apen ausweichen.
Nun gibt es auch in Augustfehn wieder ein Angebot für junge Leute. „Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht“, freut sich Jugendpfleger Volker Gudlat.
Dass der Jugendtreff jetzt in ein Schulgebäude zieht, ist für seinen Kollegen Renke Thye kein Problem mehr: „Am Anfang hatte ich meine Bedenken, mittlerweile sehe ich das anders“, sagt er. Außerdem: „Wer der Schule fernbleiben möchte, kann natürlich das Angebot in Apen nutzen.“
Drei Räume stehen dem Jugendzentrum in der Haupt- und Realschule zur Verfügung: ein Spieleraum mit Kicker, Billardtisch und Airhockey. Ein Jugendcafe mit Tresen und Sitzgelegenheiten. Außerdem ein Medienraum mit Computerinseln, Büchern, CDs und mehr.
Während der Medienraum wohl noch nicht ab kommender Woche genutzt werden kann, hier stehen noch unzählige, nicht ausgepackte Bananenkartons, sind die Arbeiten in den anderen beiden Räumen schon weit fortgeschritten.
Jugendliche beteiligt
„Jetzt muss noch der Klassenraumcharakter weg“, meint Thye. Schließlich sollen die Jugendlichen sich in den Räumen ja auch wohlfühlen und werden deshalb auch bei der Einrichtung beteiligt, berichtet Gudlat.
„Wir wünschen uns noch ein kleines Sofa“, sagt er. Drei Tische mit jeweils vier Stühlen in Lila, Gelb und Grün stehen bereits im Cafe. Auch Bilder an den Wänden fehlen noch, und anstelle des grellen Neonlichtes könnten Stehlampen für eine angenehmere Atmosphäre sorgen.
Im Thresenbereich steht eine Kühl- und Gefrierkombination zur Verfügung. In einem kleinen Backofen können zum Beispiel bei Bedarf Pizzen zubereitet werden. Getränke und Snacks werden zum Selbstkostenpreis angeboten.
Als Vorteil werten die Jugendpfleger, dass auch der große Veranstaltungsraum in dem Anbau der Haupt- und Realschule mitgenutzt werden kann. „Stehend bekommen wir da sicherlich 150 Leute rein.“ So könnten dort zum Beispiel Konzerte stattfinden. Im Sommer könne ferner das Außengelände, etwa der Bolzplatz, genutzt werden.
Gemeinsame Nutzung
Die Jugendräume sollen künftig am Vormittag auch von der Schule in Anspruch genommen werden können. Wie genau die Kooperation zwischen Schule und Jugendpflege gestaltet werden soll, werde noch besprochen, berichten die Jugendpfleger.
Insgesamt seien in die Einrichtung der neuen Jugendräume 20 000 Euro kommunale Mittel geflossen, berichtet Gudlat.
