Augustfehn Ii - Mit der Übergabe der Zeugnisse am kommenden Mittwoch endet in Augustfehn II eine Ära: Die Grundschule „Am Stahlwerk“ schließt ihre Pforten – für immer.
Seit 1906 lernten unzählige Abc-Schützen in ihrem Wohnort Lesen und Schreiben, mit dem Ende des Schuljahres 2017/18 schließt die Schule nun ihre Pforten. Seit zwei Jahren fanden schon keine Einschulungen mehr statt, nun wechseln die Viertklässler im August auf die weiterführende Schule, die Schüler der dritten Klasse ziehen in die Janosch-Grundschule nach Augustfehn I um.
Zum Abschied laden Lehrer und Schüler an diesem Samstag, 23. Juni, von 11 bis 16 Uhr zu einem großen Schulfest in die Grundschule Am Stahlwerk, Neue Siedlung 5, ein. Gemeinsam soll auf die vergangenen Jahre der Grundschule zurückgeblickt werden, ehe mit Beginn der Sommerferien die Klassenzimmer ausgeräumt werden.
„Die Einrichtungsgegenstände sind alle noch sehr neu. Die drei Grundschulen der Gemeinde werden sie untereinander aufteilen“, erklärte Doris Siefert aus der Verwaltung. Auch die Lehr- und Unterrichtsmaterialien würden an den anderen Grundschulen weiterverwendet. Im Vorfeld werde das Schulkollegium außerdem entscheiden, ob noch Sachen archiviert werden müssen. Sollten bei der Verteilung Dinge überbleiben, ist es auch möglich, dass sie der Oberschule zur Verfügung gestellt werden.
Mit dem Ausräumen der Klassenräume wird dann der Umbau der Grundschule zu einem Familienzentrum beginnen. Entwürfe für den Bau gibt es bereits – die müssen in der kommenden Woche durch den Gemeinderat aber noch genehmigt werden. „Wenn das klappt, könnten wir bereits im Sommer die ersten Gewerke ausschreiben“, sagt Henning Jürgens, Fachbereichsleiter der Gemeinde. „Wir sind guter Hoffnung, dass das Einweihungsschild eine relativ junge Jahreszahl haben wird.“
So werde eine Umbauzeit von etwa einem Jahr angepeilt. Grundsätzlich soll das bestehende Gebäude in seiner Struktur so erhalten bleiben, wie es ist. Zwei Kindergarten- und drei Krippengruppen sollen im alten Schulgebäude entstehen, verbunden mit dem alten Kindergarten. Auch Vereine und Beratungsdienste sollen in den Räumlichkeiten Platz finden. Die Kirche wird der Träger des Familienzentrums sein.
