AUGUSTFEHN - Nach 35 Jahren sahen sich jetzt die ehemaligen Schülerinnen und Schüler sowie einige Lehrer der Abschlussklassen 10a und 10b der Realschule Augustfehn wieder. Die Schule befand sich zu jener Zeit noch im Gebäude an der Mühlenstraße. Dort, wo heute Grundschulkinder das Schreiben, Rechnen und Lesen lernen.

Der Einzugsbereich erstreckte sich damals nicht nur auf die Gemeinde Apen. Aus Westerstede, Bad Zwischenahn und Ocholt fuhren Schüler nach Augustfehn. Aber auch aus Ostfriesland fuhren manche zum Lernen über die „Grenze“. Schüler aus Südgeorgsfehn, Hollen, Nordgeorgsfehn, Brückenfehn, Detern, Velde, Filsum und Nortmoor verbrachten ihre Realschulzeit im Ammerland. In jener Zeit entstanden übrigens die ersten Ostfriesenwitze, deren Ursprung allerdings im Gymnasium Westerstede liegen soll.

Das Treffen war in monatelanger Arbeit von Heidi Lübbe (geborene Vohlken), Heidi Grüßing-Bruns, Elske Hillrichs (geborene Rosendahl), Uwe Dänekas, Hans-Dieter Gertje und Herbert Betten vorbereitet worden. Alle Anschriften der Ehemaligen konnten ausfindig gemacht werden, aber einige hatten aus zeitlichen Gründen abgesagt.

Etliche Teilnehmer hatten weite Anfahrtswege in Kauf genommen, um dabei sein zu können. Aus Berlin, Köln, Bonn, Hamburg oder Bremen kamen die Gäste. Für einige war es das erste Wiedersehen seit der Schulzeit und entsprechend viel hatten sie sich zu erzählen. Den ganzen Nachmittag verbrachten die Ehemaligen im Café „Oase“, tauschten Erinnerungen aus und sahen sich alte Fotos an. „Wir ließen schon mal eine Doppelstunde ausfallen und gingen zu Alwin Brüggemann in den Augustfehner Hof“, verriet ein Ehemaliger. „Das war alles sehr spannend und erwischt wurden wir nie.“

Ganz besonders freuten sich die einstigen Schüler, dass auch vier Lehrer zu dem Treffen gekommen waren. Damals wohnten fast alle Lehrer noch im Ort und hatten ein enges Verhältnis zur Schule und den Schülern. Wie in den Gesprächen deutlich wurde, waren viele schöne Erinnerungen mit dieser Zeit verknüpft.

Nach einem Spaziergang durch den Ort ging es noch in die Gaststätte „Kegler- und Radlertreff“, wo der Gruppe ein Essen serviert wurde. Und auch im Anschluss saßen die Ehemaligen noch lange zusammen und freuten sich über das rundum gelungene Klassentreffen.