AUGUSTFEHN - Das Auto kommt die Schulstraße entlang gefahren. Plötzlich macht der Fahrer eine Vollbremsung. Plopp, plopp, plopp: Einige der auf der Straße aufgestellten Gummihütchen müssen dran glauben. Selbst die coolsten Schüler sind nun sichtlich beeindruckt, wie viel Kraft hinter einem Auto steckt.
„Achtung Auto“ lautete am Montag das Motto für die fünften Klassen der Haupt- und Realschule in Augustfehn. Begleitet von Edgar Jensen vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) Weser-Ems sollten die Schüler auf praktische Weise die Gefahren des Straßenverkehrs erfahren. „Im vergangenen Jahr ist ein Schüler auf dem Schulweg zu Tode gekommen“, sagt Elke Groenveld, Mobilitätsbeauftragte der Haupt- und Realschule. „Die Kinder sollen lernen, dass Autos nicht einfach stehenbleiben können, sondern einen Bremsweg haben.“
Anhand von Übungen sollten die Kinder erst einmal lernen, was der Anhalteweg ist. Aus dem Spurt heraus mussten die Schüler auf Jensens Zeichen spontan stoppen. Dabei wurde klar, dass vor dem Anhalten die Reaktionszeit und der Bremsweg liegen. So auch beim Auto. Jeder Schüler sollte dort sein Hütchen auf der Straße platzieren, wo seiner Ansicht nach das Auto bei 30 Km/h zum Stehen kommt. Entsetzt erlebten sie, dass einige Hütchen die Vollbremsung nicht „überlebt“ hätten. Welche Kräfte schon bei so geringer Geschwindigkeit auf ein Auto wirken, konnten die Jungen und Mädchen auch als Mitfahrer im Wagen erleben. Mit Wucht wurden sie in die Gurte gedrückt.
Doch nicht nur für die Kinder, auch für ihre Eltern heißt es „Achtung Auto“. „Auch die Eltern werden mit einbezogen“, sagt Groenveld. „Sie werden angehalten, ihren Kindern einen Fahrradhelm aufzusetzen und mit ihnen den Schulweg zu üben.“
