Harpstedt - Zuletzt war der Schulgarten der Harpstedter Haupt- und Realschule eine ziemliche Wildnis. Jetzt verwandelt er sich in einen großen Mitmach-Garten, in dem künftig möglichst viele Schüler mit anpacken sollen.

Nachdem die Fläche erst gerodet und dann Gras eingesät wurde, hat die Garten-AG jetzt damit angefangen, das Gebiet neu zu bepflanzen. Starthilfe kam dabei von Frits Deemter, der aus seinem Essgarten in Winkelsett unter anderem drei große Bambuspflanzen mitgebracht hat. Dazu kamen Beerensträucher, ein Maulbeerbaum und zwei Weinstöcke.

Die finden ihren perfekten Platz an der nach Süden ausgerichteten Wand der Turnhalle. Deemter macht Lehrern und Schülern Hoffnung auf süße Trauben im Herbst: „An diese Stelle kommt am meisten Sonne. Die Wand speichert die Wärme und gibt sie abends und nachts wieder ab.“

Gemeinsam mit Garten-AG-Leiter Stefan Wiesenbach, Lehrerin Martina Janßen und Elternvertreterin Petra Brinkmann pflanzten die Kinder der Garten-AG die Spenden aus dem Essgarten ein. Viele weitere Pflanzen sollen noch folgen und die Schule hofft auf weitere Unterstützung. Eltern, ganze Klassen oder gerne auch Harpstedter Unternehmen dürften gerne weitere Pflanzen spenden, sagt Martina Janßen.

Ausdrücklich bittet die Schule aber darum, nicht einfach irgendwelche Pflanzen zu kaufen oder zu Hause auszugraben. „Wir haben einen genauen Plan, was an welche Stelle soll“, sagt Schulleiterin Etta Mörking. Dabei ging es vor allem darum, keine Pflanzen auszuwählen, deren Früchte genau in der Zeit der Sommerferien reif werden oder die dann besondere Pflege brauchen. „In dieser Zeit ist hier einfach niemand“, so Mörking. Wer den Schulgarten unterstützen will, sollte sich direkt an die Schule wenden und erfragen, welche Pflanzen noch gebraucht werden.

Die Planung des neuen Gartens ist das erste Projekt der sogenannten Steuerungsgruppe, in der Lehrer, Schüler und Elternvertreter gleichberechtigt zusammenarbeiten und neue Entwicklungen anschieben.

Auch am großen Gartenteich können Schüler arbeiten und lernen, außerdem wird es einen Bewegungsbereich geben. Petra Brinkmann hat dafür mehrere Eichenstämme vom heimischen Grundstück mitgebracht.

Und auch die Technik-AG kann sich im Garten austoben: Ebenfalls an der Wand der Turnhalle steht ein Dachelement, das erst kürzlich von Schülern gedeckt wurde. Bislang wurde es an der BBS Wildeshausen für Ausbildungszwecke genutzt. Nachdem es dort nicht mehr benötigt wurde, stellte Lehrer Holger Adomat es der Oberschule zur Verfügung. Es wird mit einem Solarmodul bestückt, an dem die Technik-AG experimentieren kann.