Wardenburg - Die Ausbildungsmöglichkeiten vor der eigenen Haustür kennenlernen und wahrnehmen. Darum geht es bei dem Ausbildungskatalog, den das Wardenburger Marketingforum im März/April ins Leben gerufen hat. Der Katalog ist online abrufbar und listet derzeit, nach Berufsfeldern geordnet, Betriebe in der Gemeinde Wardenburg auf, die Ausbildungs- und Schulpraktikumsplätze für angehende Wardenburger Schulabgänger bzw. Schüler zur Verfügung stellen.
„Die Resonanz sowohl von den Firmen und Schulen als auch von den Jugendlichen und deren Eltern fällt bisher sehr positiv aus“, freut sich Friseurmeister Oliver Bremer, Vorstandssprecher des Marketingforums. Zahlreiche Betriebe, die per Wirtschaftsbrief oder vom Marketingforum angeschrieben wurden, sind dem Aufruf gefolgt und haben ihre Ausbildungs- und Praktikumsplätze offengelegt. Von anfangs 40 ist die Zahl der teilnehmenden Firmen mittlerweile auf mehr als 50 angestiegen. Aus gut 80 aufgeführten Ausbildungsplätzen sind etwa 95 geworden.
Die Bandbreite reicht dabei von A wie Anlagenmechaniker für Sanitär- und Heizungstechnik bis hin zu Z wie Zimmermann. Es geht darum, Ausbildungsplätze und Jugendliche vor Ort zusammenzuführen und den Aufwand dabei gering zu halten. „Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht, denn wir wollen alle Betriebe in der Gemeinde erreichen“, sagt Bremer, und betont: „Wir möchten das Projekt als dauerhafte Einrichtung etablieren.“
Die Jugendlichen sollen eine übersichtliche Hilfestellung erhalten bei ihrer Suche nach einem Ausbildungs- oder Schulpraktikumsplatz in Wohnortnähe, so der Friseurmeister. Die Nutzung des Kataloges sei (auch für die Betriebe) kostenlos und sehr einfach gehalten, ergänzt der Vorstandssprecher.
Nach den Sommerferien erhalten die Schulen, die von Wardenburgern im Abschluss -Schuljahr besucht werden, den Ausbildungskatalog auch in gedruckter Form. Zu besagten Schulen zählen neben der IGS am Ort unter anderem die Graf-Anton-Günther-Schule, Liebfrauenschule, IGS Marschweg (Oldenburg), die Waldschule in Hatten und die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Ahlhorn. Bis zu den Herbstferien sollen auch Flyer mit QR-Codes (Methode, Informationen so aufzuschreiben, dass diese besonders schnell maschinell gefunden und eingelesen werden können) in den entsprechenden Klassen verteilt werden. Die Codes können per Smartphone eingescannt werden und führen somit auf direktem Wege zum Ausbildungskatalog.
Im kommenden Jahr soll das Wardenburger Projekt dann voll durchstarten. Bis zum Februar/März dauert ein Großteil der Ausbildungsplatzsuche in der Regel an.
